Nahezu 10 Millionen Europäerinnen und Europäer haben im Zeitraum 2007-2014 mithilfe des Europäischen Sozialfonds einen Arbeitsplatz gefunden

Datum
21.02.2017

Laut dem Bericht fanden mit Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds mindestens 9,4 Millionen Menschen in Europa bis Ende 2014 einen Arbeitsplatz. 8,7 Millionen erwarben eine Qualifikation oder ein Zertifikat. 13,7 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten über sonstige positive Ergebnisse, etwa ein höheres Kompetenzniveau.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ESF-Maßnahmen waren gleichmäßig verteilt auf Nichterwerbstätige (36 %), Erwerbstätige (33 %) und Arbeitslose (30 %). Zu den wichtigsten Zielgruppen gehörten Geringqualifizierte (40 %), junge Menschen (30 %) und benachteiligte Personen (mindestens 21 %). An den Maßnahmen nahmen europaweit 51,2 Millionen Frauen teil.

Den Mitgliedstaaten wurden erhebliche zusätzliche Finanzmittel aus dem ESF zur Verfügung gestellt, um Problemen in den Bereichen Beschäftigung und Soziales zu begegnen, die Menschen zu erreichen und Maßnahmen in die Wege zu leiten, die ansonsten kaum finanziell unterstützt worden wären.

Für den ESF standen im Zeitraum 2007-2013 insgesamt 115,6 Mrd. EUR zur Verfügung, davon stammten 76,8 Mrd. EUR aus dem EU-Haushalt, 35,1 Mrd. EUR aus nationalen öffentlichen Beiträgen und 3,7 Mrd. EUR aus privaten Quellen. Der ESF wurde in allen 28 Mitgliedstaaten im Rahmen von insgesamt 117 operationellen Programmen (OP) in Anspruch genommen. Der Umsetzungsraum erstreckte sich von Januar 2007 bis Dezember 2015.

Laut Länderbericht für Deutschland hat der ESF in der Förderperiode 2007-2013 rund 610.000 Menschen in Arbeit gebracht. Weitere 600.000 Menschen konnten sich mit Unterstützung des ESF weiterbilden. Und mehr als 400.000 Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer erhielten ein Start-up Coaching. Mit den rund 15,8 Millionen EUR ESF-Mitteln, die Deutschland in der Förderperiode 2007-2013 erhalten hat, wurden in tausenden ESF-Projekten insgesamt rund 6,9 Millionen Menschen gefördert.

Weitere Informationen zum Evaluationsbericht der Europäischen Kommission finden Sie hier.