Neue JOBSTARTER plus-Projekte helfen bei Berufsbildung 4.0

Datum
11.09.2017

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant: Im Zuge von Wirtschaft 4.0 werden Prozesse effizienter, und es entstehen ständig neue Geschäftsmodelle. Dies hat Auswirkungen auf die Personalentwicklung, denn vielen Betrieben fehlt das Know-how, um den Herausforderungen der Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen zu begegnen. Auch die duale Ausbildung entwickelt sich zur Berufsbildung 4.0. Hierbei unterstützt das Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus kleine und mittlere Unternehmen (KMU), denn gerade für diese Betriebe ist es schwieriger als für Großunternehmen, sich dem Thema Wirtschaft 4.0 zu nähern.

Die neuen JOBSTARTER plus-Projekte beraten KMU dabei, die methodisch-didaktische Gestaltung der Ausbildung mit Blick auf Wirtschaft 4.0 anzupassen. Sie unterstützen die Betriebe, die Berufsausbildung in Zeiten von Wirtschaft 4.0 für Jugendliche attraktiver zu gestalten. Und sie entwickeln oder beraten KMU beim Einsatz von Zusatzqualifikationen, die über die klassischen Ausbildungsinhalte hinausgehen und diese ergänzen.

Die Projekte erarbeiten außerdem einen Überblick über regional bereits vorhandene Initiativen und Programme. Sie klären, wo Unternehmen Unterstützung benötigen, und entwickeln, falls notwendig, eigene, längerfristige Beratungsangebote. Sie bilden außerdem die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Unternehmen weiter, initiieren und unterstützen bei Bedarf Verbundausbildungen und stoßen regionale Branchen-Netzwerke an. Auch die Berufsschulen werden teilweise einbezogen.

Die JOBSTARTER plus-Projekte sind zumeist auf eine Branche spezialisiert und decken die Bereiche Handwerk, Industrie und Handel ab. Jedes Projekt betreut eine bestimmte Zielregion, etwa einen Landkreis, einen Arbeitsagentur- oder Kammerbezirk oder ein Bundesland. Träger sind berufliche Bildungszentren, Kammern, Innungen, Wirtschaftsnetzwerke und Gebietskörperschaften.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für die Förderung dieser Projekte bis zu 15 Millionen EURO aus eigenen Mitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit.

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