Türöffner - Beschäftigung, Bildung und Teilhabe in der sozialen Stadt 

Das Marburger Projekt wurde im Rahmen der "Handlungsvorschläge für gelingende Integration" des Programms Soziale Stadt Richtsberg entwickelt. Die weitere Öffnung von Zugängen für Menschen vom Stadtteil Richtsberg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt der Gesamtstadt ist der zentrale Gedanke. Dazu gehört die Förderung von Schülerinnen und Schülern des Stadtteils in allen Schulen der Stadt. Dazu gehört die weitere Stärkung der zivilgesellschaftlichen Strukturen und Organisationen im Stadtteil selbst, denen auch Türen geöffnet werden sollen. Beides unter dem Gesichtspunkt, dass es richtig ist die Menschen mit ihren Ideen und Potential selbst zu fördern.

Das integrierte Projekt hat drei Schwerpunkte:

  1. Integration von Jugendlichen in Ausbildung durch Vertiefte Berufsorientierung in den letzten beiden Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen.
  2. Einführung einer Verbundausbildung "internationaler¿ Kleinbetriebe", Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen und Öffnung von Möglichkeiten für die Vermittlung motivierter und geeigneter Jugendlicher vom Richtsberg
  3. Schaffen von Netzwerken der Stadtteilökonomie und der "internationaler" Ökonomie durch den Einsatz eines Mobilen Beratungsteams.

Die Projektleitung liegt bei der Jugendförderung der Stadt Marburg, die in einem Projektteam mit dem Jugendbildungswerk als Organisationsverantwortliche für den Projektteil Vertiefte Berufsorientierung und mit der Bürgerinitiative für Soziale Fragen e.V. als Organisationsverantwortliche für den Projektteil Verbundausbildung/Mobiles Beratungsteam zusammen arbeitet. Die BSF e.V. leistet darüber hinaus die finanzielle Abwicklung gemäß den Kriterien der EU-Finanzierung.

Mit dem Projekt soll Folgendes  erreicht werden:

  • 140 Richtsberger Schülerinnen und Schüler machen über das Projekt Vertiefte Berufsorientierung konkrete Erfahrungen mit der Arbeitswelt. Alle anderen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Abschlussklassen machen über die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit durch die Vertiefte Berufsorientierung auch diese Erfahrungen mit der Arbeitswelt.
    Sie lernen dabei Menschen persönlich kennen, die für die Ausbildung verantwortlich sind.
  • Im Stadtteil Richtsberg wird eine Vereinigung der Selbständigen und Betriebe gegründet. Sie werben gemeinsam. Nach einer Verständigung über die Möglichkeiten einer Verbundausbildung beteiligen sich mindestens 5 Selbständige oder Betriebe daran. Mindestens 20% der Beteiligten beteiligen sich an den Bildungs- oder Coaching-Maßnahmen des Projektes.
  • In der Stadt Marburg werden nach einem umfassenden Informations- und Verständigungsprozess Vereinigungen internationaler Kleinbetriebe gebildet. Zum 1.8.2008 werden mindestens 5 Ausbildungsstellen, ggf. in Rahmen einer Verbundausbildung neu geschaffen. Mindestens 10% der Beteiligten beteiligen sich an den Bildungs- oder Coaching-Maßnahmen des Projektes. An der abschließenden Auswertungsveranstaltung beteiligen sich neben den Organisationen und der Politik auch internationale Kleinbetriebe.  

Förderschwerpunkte:

  • Mobile Beratungsteams

Zielgruppen:

  • Ausländer
  • Aussiedler
  • Jugendliche ohne Hauptschulabschluss
  • Unversorgte Lehrstellenbewerber
  • Ausbilder
  • Praktikanten
  • Selbständige
  • Schüler

Aktivitäten:

  • Beratung von örtlichen Initiativen und Institutionen
  • Berufsvorbereitung
  • Mobile Beratungsteams, Expertenpools
  • Qualifizierung
  • Vermittlung in Arbeit, Ausblidung, Praktika
  • Vernetzung von lokalen Arbeitsmarktakteuren

Kontakt:

Magistrat der Stadt Marburg
Frankfurter Str. 21
35037 Marburg
Tel.: 06421 201126
Mail: christian.meineke@marburg-stadt.de

Ansprechpartner:
Herr Christian Meineke