Berufsbezogene Sprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund
(ESF-BAMF-Programm) 

Menschen mit Migrationshintergrund können berufsbezogenen Deutschunterricht, verknüpft mit Elementen der beruflichen Weiterbildung, in Anspruch nehmen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Das Angebot reicht vom Sprachunterricht im klassischen Sinne unter Einbeziehung beruflichen Fachvokabulars bis zum konkreten Berufspraktikum im Betrieb. Durch Verzahnung der berufsbezogenen Maßnahmen zur Stärkung der Sprachkompetenz mit den Integrationskursen nach dem Aufenthaltsgesetz erfährt das Grundförderangebot des Bundes eine sinnvolle Ergänzung. Die umsetzenden Bildungsträger sind verpflichtet, Kooperationen mit Betrieben vor Ort aufzubauen. Dies erfolgt mit dem Ziel der Vermittlung von Praktikumsplätzen, aber auch mit Blick auf die Integration in Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisse.

Zielgruppen des Programms wurden erweitert
Seit dem 2. Juni 2016 soll auch jungen Menschen der Zugang zu Ausbildung und zum Arbeitsmarkt erleichtert werden, indem die Kombinierbarkeit von berufsbezogenen Sprachelementen des ESF-BAMF-Programms mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen deutlich verbessert wird. Der bisherige Kostenbeitrag für Beschäftigte oder deren Arbeitgeber entfällt in den in der Förderrichtlinie aufgeführten Fällen.

Erfolgsgeschichte: ESF-BAMF-Programm wird ein dauerhaftes nationales Regelangebot
Das ESF-BAMF Programm ist als „Pilotprojekt“ der berufsbezogenen Sprachförderung in Deutschland so erfolgreich, dass die berufsbezogene Deutschsprachförderung auf der Grundlage des § 45a AufenthG nun ab Juli 2016 in ein dauerhaftes nationales Regelangebot überführt worden ist. Dieses soll das ESF-BAMF Programm bis zu dessen Auslaufen Ende 2017 sukzessive ablösen. Umsetzende Stelle für die nationale Deutschsprachförderung ist gleichfalls das BAMF. Die Träger des ESF-BAMF-Programms sind ab 01.07.2016 qua Verordnung auch Träger des nationalen Regelangebots.

Programmsteckbrief:

Zielgruppe
  • Personen mit Migrationshintergrund
  • Arbeitslose
  • Jugendliche, Junge Erwachsene

Leistungsbezieher/innen nach dem SGB II und SGB III. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Asylbewerber/ -innen und Flüchtlinge gefördert werden.

Standort
Laufzeit

01.01.2015 - 31.12.2017

Verantwortlich
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Thematisches Ziel

B: Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung

Antragstellung als Projekt möglich?
  • Nein

Antragsfrist war der 04.09.2015

Zusatzinformationen

Web­si­te des Pro­gramms

Kontakt

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Referat 322
Frankenstraße 210
90461 Nürnberg

Hotline
Tel.: 0221 92426-400

Rochsana Soraya-Saber
Tel.: 0221 92426-623
E-Mail

Kathrin Gehlert
Tel.: 0911 943-6089
E-Mail