unternehmensWert: Mensch (uWM)

Ziel des Programms ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und ihre Beschäftigten bei der Gestaltung einer mitarbeiterorientierten und zukunftsgerechten Personalpolitik zu unterstützen. Basis ist ein im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit entwickelter ganzheitlicher, tripartistisch getragener Handlungsansatz, der nicht auf Einzelmaßnahmen abzielt, sondern in zentralen, für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen bedeutsamen personalpolitischen Handlungsfeldern (Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz) nachhaltige Veränderungsprozesse der Organisationsentwicklung anstößt. In Kooperation mit den zuständigen Landesministerien ergänzt uWM Programme und Initiativen auf Landesebene.

Wie sieht der Beratungsprozess aus?

Das Programm sieht einen dreistufigen, beteiligungsorientierten Beratungsprozess vor, der sich gezielt am Bedarf der teilnehmenden Betriebe orientiert:

Zentrale Anlaufstellen des Programms sind die Erstberatungsstellen (EBS). Sie führen die Erstberatung und das Ergebnisgespräch durch, begleiten KMU bei der Antragstellung und Abrechnung, betreiben Öffentlichkeitsarbeit, fungieren als Lotsen für andere regionale Angebote für KMU und unterstützen das Bundesarbeitsministerium bei der Autorisierung der Prozessberaterinnen und -berater.

  • Stufe 1: Erstberatung

    Im Rahmen der neutralen und bundesweit einheitlichen Erstberatung wird die Förderfähigkeit geklärt und gemeinsam mit den Unternehmen der konkrete betriebliche Veränderungsbedarf entlang der vier personalpolitischen Handlungsfelder des Programms identifiziert (Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz). Je nach Bedarf kann die EBS einen Beratungsscheck für die Prozessberatung ausstellen, der den Beratungsumfang und eine Empfehlung zu den Handlungsschwerpunkten enthält, oder auf ein anderes regionales Angebot verweisen.


    Beratungsschecks können bis zum 31.07.2019 mit voller Laufzeit der Prozessberatung (neun Monate) vergeben werden, bis zum 31.10.2019 mit verkürzter Laufzeit von sechs Monaten.

  • Stufe 2: Prozessberatung

    Der Beratungsscheck ermöglicht es den Unternehmen zusammen mit ihren Beschäftigten eine weiterführende Prozessberatung im Umfang von max. 10 Beratungstagen in Anspruch zu nehmen. Die Prozessberatung erfolgt direkt vor Ort im Betrieb durch für das Programm autorisierte Prozessberaterinnen und -berater und unter Beteiligung der betrieblichen Interessenvertretung (falls vorhanden) und der Beschäftigten. Sie umfasst dabei die Analyse der Stärken und Schwächen des Unternehmens als auch die Entwicklung von Handlungszielen und Maßnahmen, die dann in einem verbindlichen betrieblichen Handlungsplan festgehalten werden. Anschließend werden die Veränderungsprozesse angeschoben und begleitet.

  • Stufe 3: Ergebnisgespräch

    Sechs Monate nach Abschluss der Prozessberatung erfolgt durch die Erstberatungsstellen eine Bilanzierung der umgesetzten Maßnahmen unter Beteiligung der betrieblichen Interessenvertretung (falls vorhanden) bzw. einzelner Beschäftigter. Dabei wird geprüft, ob weiterer Beratungsbedarf besteht und ob für die Umsetzung einzelner Maßnahmen ggfs. auf regionale Unterstützungsangebote verwiesen werden kann (z.B. der Kassen, der Kammern, der Initiative Neue Qualität der Arbeit oder anderer Landesinitiativen).

Programmsteckbrief:

Zielgruppe
  • Unternehmen
Anzahl der Projekte

102 Erstberatungsstellen

Standort
Laufzeit

01.08.2015 - 31.07.2020

Verantwortlich
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Thematisches Ziel

A: Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte

Antragstellung als Projekt möglich?
  • Nein

Antragsfrist bis 20.02.2015

Zusatzinformationen

Web­si­te des Pro­gramms

Kontakt

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

uWM Projektleitstelle
Wilhelmstr.  49
10117 Berlin