Einleitung

Der Europäische Sozialfonds wurde mit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit verbessert er die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.

Seit 60 Jahren investiert der ESF bereits in Menschen. Sein Schwerpunkt hat sich in dieser Zeitspanne verlagert. Ursprünglich  unterstützte der ESF vor allem ausbildungsbezogene Programme. Inzwischen verfügt er über ein breites Spektrum von Maßnahmen.

Auch seine Mittelausstattung weist über die acht Förderperioden eine beachtliche Entwicklung auf: Standen für die Tätigkeit des Fonds im Zeitraum 1961-1972 ungefähr 420 Millionen Rechnungseinheiten zur Verfügung, so verfügt der ESF in der Förderperiode 2007-2013 über ein Ausgabenbudget von rund 55 Mrd. Euro.

Historische Entwicklung

In den Artikeln 123ff. der Römischen Verträge von 1957 wurden die Regeln für den Europäischen Sozialfonds erstmals niedergelegt. Seine Aufgabe bestand damals in der Förderung der Beschäftigungsmöglichkeiten und der örtlichen und beruflichen Mobilität der Arbeitnehmer innerhalb der Gemeinschaft.

1971, 1977, 1983, 1988, 1994, 1999 und 2006 wurden die Aufgaben und die Funktionsweise des ESF überarbeitet, um sie an die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes und die Erfordernisse der gemeinschaftlichen Strukturpolitik anzugleichen und um den ESF in das schrittweise eingerichtete System der strukturpolitischen Instrumente der Gemeinschaft einzugliedern:

  • Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE - ab 1975)
  • Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL), Abteilung Ausrichtung
  • Finanzinstrumente der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und
  • Europäische Investitionsbank (EIB).