ESF Erfolgsgeschichte: Berufsbezogene Sprachkurse für Migranten in Deutschland in das Regelinstrumentarium aufgenommen

Datum
05.07.2016

Am 01. Juli 2016 ist ein wichtiges neues Konzept der deutschen Bundesregierung für berufsbezogene Sprachkurse für Migranten in Kraft getreten.

Die neue Initiative ist eng an der ESF Maßnahme "BAMF-Sprachkurse" ausgerichtet und zielt darauf ab, einem wachsenden Bedarf nachzukommen, da Tausende von Flüchtlingen, die 2015 in Deutschland angekommen sind, ihre ersten Integrationskurse abschließen und auf den Arbeitsmarkt kommen.

Berufsbezogene Sprachkurse sind ein Kernbereich des deutschen Politikkonzepts der nachhaltigen sozialen Integration von Migranten und ihrer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration. Um die Arbeitsmarktchancen von Migranten zu erhöhen, können Sprachkurse mit

  • Beschäftigung,
  • Ausbildung
  • Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik

verknüpft werden.

Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie der ESF dazu genutzt wird, ein Politikkonzept zu testen und zu verfeinern, das dann in ein nationales Regelinstrumentarium überführt wird. Als Bestandteil der neuen nationalen Initiative wird das laufende ESF BAMF-Programm übergangsweise im Jahr 2016 maßgeblich aufgestockt und dann bis Ende 2017 vollständig durch das neue nationale Programm ersetzt.

In der Förderperiode 2007-2014 wurden durch das ESF-Programm "BAMF-Sprachkurse" ca. 147.000 Teilnehmer mit EUR 300 Millionen durch den ESF gefördert. Für die laufende Förderperiode beträgt die indikative Mittelzuteilung für 2015 bis 2017 EUR 213 Millionen ESF-Mittel und ca. 22.000 Migranten wurden im Jahr 2015 bereits gefördert.

Quelle: Europäische Kommission vom 05.07.2016