Bundesministerin Andrea Nahles besucht
drei ESF-Projekte aus der Integrationsrichtlinie

Datum
16.09.2016

Wie können Menschen, die Schwierigkeiten beim Zugang zu Arbeit oder Ausbildung haben, erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden? Darüber informierte sich die Bundesarbeitsministerin in Düren.

Gruppe von Menschen beim Projekt
©  @ low-tec

Mit den drei Schwerpunkten "Integration statt Ausgrenzung", "Integration durch Austausch" und "Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen" verfolgt das Programm "ESF-Integrationsrichtlinie Bund" einen vielfältigen und zielgruppengenauen Ansatz, um Menschen in Arbeit zu bringen. Die Dürener Arbeitsmarktförderungsgesellschaft low-tec lud die Arbeitsministerin ein, mit einem Besuch ihrer drei ESF-Projekte alle drei Schwerpunkte der Integrationsrichtlinie kennenzulernen.

Asylsuchenden und Flüchtlingen innerhalb von einem Jahr die sprachlichen, praktischen und fachtheoretischen Voraussetzungen für eine Ausbildung vermitteln - das ist das Ziel des ESF-Projekts "VORTEIL AACHen-DürEN". Beim Projekt können sich die jungen Menschen unter realen Bedingungen erproben: Sie entwickeln selber ein Produkt und übernehmen darüber hinaus auch alle nachfolgenden Aufgaben von der Produktion und Verarbeitung bis hin zu Vermarktung und Verkauf. Die Teilnehmenden des im Schwerpunkt „Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen“ geförderten Projekts stellen u.a. aus Holzpaletten Möbelstücke her, die sie in einem Online-Shop verkaufen.

Gruppe von Menschen beim Projekt
©  @ low-tec

Das ESF-Projekt "WaLZ" hingegen ermöglicht jungen Menschen, die Schwierigkeiten beim Arbeitsmarkteinstieg haben, ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Das zweimonatige Betriebspraktikum in Spanien oder Polen verbessert nicht nur die Sprachkompetenz und die berufspraktischen Kenntnisse der Teilnehmenden. Von besonderer Bedeutung ist auch die Steigerung ihres Selbstbewusstseins und die Erhöhung ihrer Motivation. Das Auslandspraktikum wirkt sich so nach der Rückkehr der Projektteilnehmenden positiv auf ihre Arbeitsmarktchancen in Deutschland aus - ganz im Sinne von "Integration durch Austausch".

Das dritte der Bundesministerin vorgestellte Projekt, das ESF-Projekt "KuBIG", bereitet arbeitslose Menschen auf einen Einstieg bzw. eine Ausbildungsaufnahme im Gesundheits- und Pflegebereich vor. „Integration statt Ausgrenzung“ bedeutet im Projekt, dass die Teilnehmenden eine Qualifikation zur Pflegediensthelferin bzw. zum Pflegediensthelfer und zur Betreuungsfachkraft erwerben und zugleich ihren Hauptschulabschluss nachholen können.

Bundesministerin Andrea Nahles zeigte sich begeistert von den drei innovativen ESF-Projekten, ebenso wie Dietmar Nietan (MdB), der den Besuch der Ministerin bei low-tec in Düren initiierte.