Zwanzig Grundsätze für ein gerechteres und sozialeres Europa

Datum
17.11.2017

Dass die EU nicht nur eine Wirtschaftsunion, sondern im Grunde genommen von Anfang an ein soziales Projekt ist, beweist nicht nur der ESF, der seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsunion 1957 gleichzeitig mit der EU ins Leben gerufen wurde. Nun ist mit der "Sozialen Säule" ein weiterer Schritt in diese Richtung gegangen worden.

Die EU ist nicht nur der EU-Binnenmarkt, nicht nur der Euro, nicht nur die Quotenregelung in der Landwirtschaft; die EU ist ein Lebens- und Arbeitsort für über 511 Millionen Bürgerinnen und Bürger mit Rechten: Dem Recht auf faire Löhne und Gehälter, Gesundheitsversorgung, lebenslanges Lernen, bessere Vereinbarung von Beruf und Privatleben und die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Hierauf haben sich auf dem Sozialgipfel in Göteborg am 17. November 2017 führende EU-Politiker geeinigt und dies in der sogenannten Europäischen Säule der sozialen Rechte fixiert. Dadurch sind die Mitgliedstaaten, die sich an der Säule beteiligen, aufgefordert, die in ihre Zuständigkeit fallenden Bereiche entsprechend zu gestalten.

Die Säule sozialer Rechte baut auf 20 Grundsätzen auf, welche in drei Kategorien eingeordnet sind:

  • Chancengleichheit und Arbeitsmarktzugang
  • Faire Arbeitsbedingungen
  • Sozialschutz und soziale Inklusion