Chancen schaffen für junge Menschen

Zur Jahreskonferenz des Europäischen Sozialfonds und den Zielen einer besseren Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Datum
05.05.2009

Jungen Menschen eine Perspektive zu geben und sie zu fördern, das sind die Schwerpunkte der ESF-Jahreskonferenz in der European School of Management and Technology (esmt) in Berlin . Mit Programmen zur Unterstützung beim Schulabschluss, zur Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche und zur Unterstützung bei schulischen und sozialen Problemen stehen benachteiligte Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf im Fokus. In der laufenden ESF-Förderperiode wird der Bund rund 600.000 Jugendliche mit Mitteln des ESF bei der Vorbereitung für und der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. Die ersten bundesweit anlaufenden Programme zur Förderung junger Menschen haben bislang ein Gesamtvolumen von über 600 Millionen Euro. "Jungen Bürgerinnen und Bürgern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, ist eine Voraussetzung für gerechte Teilhabe - dafür dass jeder sein Leben später selbstbestimmt in die Hand nehmen kann. Wir wollen jedem die gleiche Chance geben, seine Fähigkeiten und Talente zu entwickeln. Keinen zurückzulassen ist ein Gebot sozialer Gerechtigkeit. Es ist aber auch ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft." Mit diesen Worten eröffnete Bundesarbeits- und Sozialminister Olaf Scholz die Jahreskonferenz des Europäischen Sozialfonds.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im vergangenen Jahr - gemeinsam mit vier weiteren Ressorts - über 50 ESF-Programme auf den Weg gebracht. Dreieinhalb Milliarden Euro stellt die Europäische Kommission im Rahmen des ESF bis zum Jahr 2013 zur Verfügung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, Beschäftigung zu sichern und die soziale Eingliederung voranzutreiben.

Der ESF ist das wichtigste beschäftigungspolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Ergänzend zur nationalen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik werden mit ESF-Mitteln zum Beispiel Bürgerinnen und Bürger bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstützt, die Chancengleichheit von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt verbessert und die soziale Eingliederung gesellschaftlicher Gruppen über Beschäftigungsimpulse begleitet.