Auf zu neuen Ufern: Mobil in der Ausbildung

Die neue JOBSTARTER REGIONAL beleuchtet die Zukunftsperspektiven interregionaler Mobilität.

Datum
24.06.2015

„Unterwegssein gehört zu meiner Ausbildung wie das Wasser unterm Kiel.“ Für Claudia Busse ist Mobilität ein selbstverständlicher Aspekt ihrer Ausbildung zur Binnenschifferin – zumal Elternhaus, Ausbildungsort und Berufsschule hunderte Kilometer voneinander entfernt liegen.

Das Beispiel steht für Viele: Nicht jeder findet eine Lehrstelle in seinem Traumberuf vor der Haustüre. „Daher brauchen wir innovative Konzepte für mehr Mobilität in der Berufsausbildung“, bekräftigt Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, BIBB. „Und dies umso mehr, da zugleich viele Unternehmen Ausbildungsplätze aus Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern unbesetzt lassen.“

Wie können Angebot und Nachfrage in regionalen Ausbildungsmärkten besser zusammenfinden? Und wie kann man die Mobilitätsbereitschaft von Jugendlichen erhöhen und somit Unternehmen neue Wege zum dringend benötigten Fachkräftenachwuchs ermöglichen? Antworten auf diese Fragen liefert die neue Ausgabe der JOBSTARTER REGIONAL, die als erste Publikation bundesweit das Thema „Interregionale Mobilität“ umfassend darstellt und auf der Basis aktueller Statistiken, Fakten und Erkenntnisse vielversprechende Lösungswege aufzeigt.

Neben einer Experten-Analyse der Passungsprobleme auf dem deutschen Ausbildungsmarkt von Dr. Joachim Ulrich vom BIBB bietet die Broschüre Hintergrundinformationen über die wichtige Rolle der bundesweit 550 Jugendwohnheime, die für junge Auszubildende fern ihrer Heimat ein stabiles Fundament darstellen. Ergänzend hierzu gibt es eine Übersicht der Unterstützungsangebote für Jugendliche und Unternehmen, mit denen vor allem die Bundesagentur für Arbeit gezielt zur Förderung von Ausbildungsmobilität beiträgt. „Mit den praxisnahen JOBSTARTER plus-Projekten, die individuell zugeschnittene Angebote erproben, wollen wir mehr Bewegung in regionale Ausbildungsmärkte bringen“, erläutert Katharina Kanschat, Leiterin der Programmstelle JOBSTARTER. „Dies zeigen wir exemplarisch anhand von zwei laufenden Initiativen.“
Darüber hinaus finden Akteure des Ausbildungsmarktes und Unternehmen in der neuen Ausgabe wertvolle Tipps, wie sie mit Erfolg „Azubis aus der Ferne“ gewinnen und auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss begleiten können. Und nicht zuletzt beweisen die Erfolgsstorys von vier jungen Menschen, denen der überregionale Start ins Berufsleben gelungen ist: Eine „Ausbildung in der Ferne“ eröffnet hervorragende Zukunftsperspektiven – sowohl für Jugendliche als auch für Ausbildungsbetriebe!

Die neue Ausgabe der JOBSTARTER REGIONAL können Sie unter www.jobstarter.de kostenlos bestellen und downloaden.

Ihre Ansprechpartnerin für das Thema “Interregionale Mobilität” in der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB):
Dr. Dagmar Gielisch
Tel.: 0228 107-1322
E-Mail: gielisch@bibb.de

JOBSTARTER
Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine umfassende Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsplatzsituation von Jugendlichen. Die geförderten JOBSTARTER-Projekte tragen mit ihrer gezielten Akquise und ihrem Dienstleistungsangebot für Betriebe zur Steigerung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes und zu einer Verbesserung der Ausbildungsstrukturen bei. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds teilfinanziert. Durchgeführt wird das Programm von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Über 350 Projekte wurden bereits in die Förderung aufgenommen. Mit dem neuen Ausbildungsstrukturprogramm „JOBSTARTER plus“ sind 2015 über 50 neue Projekte gestartet, um die duale Berufsausbildung in Deutschland zu stärken.

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