Meine Geschichte: Stefan dielt jetzt mit Eis

Stefan und die Eiskunst

Wäre Stefans Schwager Autoverkäufer oder Schuster, dann würde vermutlich an dieser Stelle eine ganz andere Geschichte erzählt. Doch er ist Eiskonditor und weihte Stefan während eines Besuchs im Ruhrpott in die geheimen Rezepturen der Eiskunst ein. Für Stefan war das ein entscheidender Wendepunkt, der seine berufliche Durststrecke beenden sollte.

Eine Idee war geboren und entschlossen gab er das Bewerbungen-Schreiben auf, um mit Hilfe eines Gründercoaches fortan am eigenen Geschäftsmodell und Businessplan herumzutüfteln. Schritt für Schritt nahm sein Gründungsvorhaben Gestalt an.

Heute ist Stefan stolzer Eisdieler und kühner Rezeptkünstler mit eigenem Geschäft im Herzen von Berlin.

Informationen zum Programm Mikrokreditfonds Deutschland

Oft genügen Kleinunternehmen schon geringe Summen, um eine Durststrecke zu überwinden, Werbemittel zu finanzieren oder eine Idee auf den Weg zu bringen, die Arbeitsplätze schafft. Große Banken aber denken über (zu) kleine Investitionen meistens nicht nach.

Die Bundesregierung fördert, unterstützt durch den Europäischen Sozialfonds, mit dem "Mikrokreditfonds Deutschland" die Vergabe von Mikrokrediten. Kleinunternehmen, die von Banken keine Kredite erhalten, soll der Zugang zu Kapital erleichtert werden. Damit können sie ihre Zukunftsfähigkeit sichern und sogar zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Der Firma RNC-Zerspanungstechnik in Gschwend half ein solcher Mikrokredit: Als Klaus Röger die Firma 2009 gründete, war er sein eigener und einziger Angestellter. Mit dem Kauf einer neuen Maschine und Werkzeugen schwand seine Liquidität. Aber Material muss sofort bei Anschaffung bezahlt werden – und nicht erst, wenn Klaus Rögers Kunden eineinhalb Monate später für die Produkte zahlen. Ein Mikrokredit war da der rettende Puffer. Heute beschäftigt Klaus Röger drei Festangestellte und fünf Aushilfskräfte.

Stefan Höppner hat seinen eigenen Eisladen eröffnet. Auch Stefan hat mit Hilfe eines Mikrokredites eine schwierige Phase überwunden. Aus einer Idee wurde ein Konzept mit Businessplan und aus der Arbeitslosigkeit heraus schaffte er den Einstieg ins "Eis-Business“.

Existenzgründung kann eine wirkliche Alternative zur Arbeitslosigkeit sein. Sie ist aber auch eine Herausforderung, die niemand allein meistern kann. Gerade wenn es um zunächst geringe Investitionssummen geht, helfen Mikrokredite die ersten Schritte zu bewältigen.

Wer wird gefördert:

Kleinunternehmen und Einzelpersonen. Insbesondere wird auch die Initiative bei Firmengründungen mit Migrationshintergrund unterstützt.

Mehr Infos unter:

Mikrokreditfonds Deutschland

Informationen zum Programm Gründercoaching

Existenzgründung ist ein großer Schritt, für den es oft Unterstützung braucht. Denn im Vorfeld müssen sowohl finanzielle Aspekte als auch potenzielle Risiken realistisch abgewogen werden. Bei diesen wichtigen Prozessen werden die Existenzgründer durch professionelle Beratung und Begleitung unterstützt, um etwaige Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Das Programm Gründercoaching Deutschland und das spezielle Programm Gründercoaching bei Gründungen aus Arbeitslosigkeit waren zwei Initiativen, die den Start in die Selbstständigkeit erleichtern sollten und dabei halfen, aus einer Gründungsidee ein gut funktionierendes Geschäftsmodell entstehen zu lassen.

Stefan Höppner (Film) wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete seine "Eisfabrik". Marco Mundt war Stefans Gründercoach und unterstützte ihn bei allen Fragen zur Selbstständigkeit.

Der Weg von einer Geschäftsidee bis hin zum eigenen Unternehmen ist meistens nicht ganz einfach. Ein kompetentes Gründercoaching hilft dabei, die zahlreichen und verschiedenen Herausforderungen - angefangen vom Businessplan, über Finanzierungsgespräche und Rentabilitätsvorschau bis hin zu Marktanalysen und Vertriebsstudien - bestmöglich zu meistern.

Die beiden Programme der Bundesregierung unterstützten diese Gründungs- bzw. Anfangsphase, indem sie finanzielle Beihilfen für Coachings gewährten. Dabei war es das Ziel, Neugründungen und Unternehmen in der Gründungsphase nachhaltig zu fördern und so deren Wettbewerbsfähigkeit zu optimieren.

Für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit bestand die Möglichkeit, einen 90%-igen Zuschuss für ein Beraterhonorar zu bekommen. Förderfähig waren Coachingmaßnahmen zu wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen im ersten Jahr nach der Gründung. Darüber hinaus konnte auch bei Übernahme eines Unternehmens bzw. der tätigen Beteiligung an einem Unternehmen eine solche Förderung beantragt werden.

Im Programm Gründercoaching Deutschland wurden nötige Coachingmaßnahmen noch bis zu fünf Jahre nach Gründung gefördert.

Ansprechpartner für diese Fördermaßnahmen waren Regionalpartner wie beispielsweise die Handwerkskammern oder die Industrie- und Handelskammern. Diese Institutionen prüften die jeweiligen Voraussetzungen. Waren diese erfüllt, übernahmen sie im Anschluss die Antragstellung bei der KfW.

Wer wurde gefördert:

Gründercoaching Deutschland: junge Unternehmen, die seit Gründung maximal 5 Jahre bestehen. Gründercoaching bei Gründungen aus Arbeitslosigkeit: Einzelpersonen oder Kleinunternehmen im ersten Jahr nach der Gründung.

Mehr Infos unter:

Gründercoaching bei Gründungen aus Arbeitslosigkeit

Gründercoaching in Deutschland

01.01.2013