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IdA - Transnationale Mobilitäts- und Austauschprojekte

Detaillierte Informationen

Allgemeine Programminformationen:

Um die berufliche Eingliederung von Personengruppen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt durch den Erwerb berufspraktischer Erfahrungen im EU-Ausland zu unterstützen, werden im Rahmen des Programms "IdA - Integration durch Austausch" transnationale Mobilitäts- und Austauschvorhaben gefördert.

Gefördert werden ausschließlich Projektverbünde, die mit mindestens einem transnationalen Partner aus mindestens einem EU-Mitgliedsstaat zusammenarbeiten. Zentrale Bedeutung hat dabei die Einbindung der örtlichen Grundsicherungsstellen. Jedes Projekt arbeitet mit den kommunalen und regionalen Agenturen für Arbeit, den Jobcentern, ARGEN oder optierenden Kommunen zusammen, damit passgenaue Lösungen für jeden einzelnen Arbeitssuchenden gefunden werden können.

Zielgruppen:

Insbesondere folgende Personengruppen mit erschwertem Zugang zum Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt sollen durch IdA angesprochen werden: Benachteiligte Jugendliche, arbeitslose junge Erwachsene und junge alleinerziehende Frauen sowie Menschen mit Behinderungen.

Programmrichtlinie:

IdA - Integration durch Austausch

1. Aufruf (IdA I):
"Erhöhung der Beschäftigungschancen benachteiligter Jugendlicher und arbeitsloser junger Erwachsener durch die Förderung transnationaler Austausch- und Mobilitätsvorhaben"
(Oktober 2008)

2. Aufruf (IdA II):
"Erhöhung der Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen durch die Förderung transnationaler Mobilitätsvorhaben und Expertenaustausche"
(September 2010)

Programmlaufzeit:

Oktober 2008 bis 2015

Prioritätsachse:

E (Transnationale Maßnahmen) 

Kontakt:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Gruppe Europäische Fonds für Beschäftigung
Referat EF 2 - Umsetzung des Europäischen Sozialfonds
Mechthild Jürgens
Tel.: 0228 99 527-2065
E-Mail: mechthild.juergens@bmas.bund.de

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IdA I: Benachteiligte Jugendliche und arbeitslose junge Erwachsene
(1. Aufruf)

1. Benachteiligte Jugendliche und arbeitslose junge Erwachsene

Im Oktober 2008 ist das transnationale Programm "IdA - Integration durch Austausch" mit einem 1. Aufruf zur "Erhöhung der Beschäftigungschancen benachteiligter Jugendlicher und arbeitsloser junger Erwachsener durch die Förderung transnationaler Austausch- und Mobilitätsvorhaben" an den Start gegangen.

Seit Mai 2009 arbeiten 69 Projektverbünde mit einem Finanzvolumen von rund 75 Mio. EUR aus dem Europäischen Sozialfonds und 18 Mio. EUR aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales daran, die beruflichen Perspektiven für arbeitslose Jugendliche durch europäische Austauschaktivitäten zu verbessern.

Gefördert werden Projektverbünde auf lokaler bzw. regionaler Ebene, wobei die örtlichen Grundsicherungsstellen (Arbeitsgemeinschaften, zugelassene kommunale Träger und Agenturen für Arbeit mit getrennter Aufgabenwahrnehmung) bzw. die Agenturen für Arbeit in einen Projektverbund eingebunden sein müssen.

Die geförderten 69 Projektverbünde verteilen sich wie folgt auf die Bundesländer:
Baden-Württemberg3Rheinland-Pfalz3
Bayern10Saarland1
Berlin7Sachsen10
Brandenburg8Sachsen-Anhalt3
Hessen5Schleswig-Holstein1
Niedersachsen4Thüringen4
Nordrhein-Westfalen10

Transnationale Partnerschaften

Italien17Ungarn5
Österreich16Finnland4
Niederlande15Irland4
Polen14Malta4
Spanien12Belgien3
Frankreich10Litauen2
Tschechische Republik8Portugal2
Türkei8Luxemburg1
Vereinigtes Königreich8Rumänien1
Schweden7Schweiz1
Dänemark5Slowenien1
Griechenland5

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IdA II: Menschen mit Behinderung (2. Aufruf)

2. Menschen mit Behinderung

Im September 2010 erfolgte ein 2. Aufruf zur "Erhöhung der Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen durch die Förderung transnationaler Mobilitätsvorhaben und Expertenaustausche". 45 Projektverbünde gingen ab Frühjahr 2011 an den Start, ausgestattet mit einem Finanzvolumen von rund 45,7 Mio. EUR aus dem Europäischen Sozialfonds und 5,3 Mio. EUR aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . Außerdem erhalten die Projektverbünde 3 Mio. EUR aus dem Ausgleichsfonds beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Insgesamt sollen 4.000 TeilnehmerInnen, davon ca. 800 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung, die Chance erhalten, ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern.  

Schwerpunkt des Aufrufes bildet ein begleiteter ein- bis sechsmonatiger Auslandsaufenthalt (Praktikum, Training, Jobcamp) in einem Mitgliedsstaat der EU. Mit Blick auf die bereits bestehende Förderstruktur für Menschen mit Behinderungen stellt IdA ein ergänzendes Förderinstrument dar. Gefördert werden Projektverbünde unter Beteiligung der örtlichen Träger der Grundsicherungsstellen (Jobcenter), Agenturen für Arbeit sowie von Verbänden, Integrationsfachdiensten, Rehabilitationsträgern und Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen.

Förderziele und -schwerpunkte
  • Mit Auslandsaufenthalten die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für behinderte SchülerInnen wie auch SchulabgängerInnen erhöhen
    Durch berufsvorbereitende Trainings, Kurzzeitqualifikationen und Praktika im EU-Ausland soll die Ausbildungs- und Berufsreife von jungen behinderten SchülerInnen sowie SchulabgängerInnen gefördert und die Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit verbessert werden.
  • Durch Praktika im EU-Ausland den Übergang von beruflicher Erstausbildung in Beschäftigung für junge arbeitslose Menschen mit Behinderung fördern
    Die Phase des Übergangs von Ausbildung in den Beruf verläuft gerade für Ausbildungsabsolventen mit Behinderung nicht reibungslos. Der Erwerb von berufsbezogenen Erfahrungen in Form von Praktika im EU-Ausland kann dazu beitragen, den Übergang in Beschäftigung zu erleichtern.
  • Die Arbeitsmarktintegration von arbeitslosen Erwachsenen mit einer Behinderung durch Praktika im Ausland unterstützen
    Für arbeitslose Erwachsene mit einer Behinderung gestaltet sich die Rückkehr aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt als besonders schwierig. Insbesondere qualifizierten Erwachsenen mit Berufserfahrung soll ermöglicht werden, in ihrem Berufsfeld Praktika und Hospitationen in Unternehmen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen im EU-Ausland durchzuführen.
  • Transnationale Studienbesuche von ArbeitsmarktexpertInnen und VertreterInnen von Selbsthilfeorganisationen der Menschen mit Behinderungen initiieren
    Begleitend zu den oben aufgeführten Auslandsaufenthalten der Teilnehmenden können transnationale Studienbesuche und Austausche nach Deutschland mit ArbeitsmarktexpertInnen und mit VertreterInnen von Selbsthilfeorganisationen der Menschen mit Behinderungen durchgeführt werden.

Die 45 Projektverbünde verteilen sich wie folgt auf die Bundesländer:
Baden-Würtemberg2Niedersachsen2
Bayern2Nordrhein-Westfalen9
Berlin2Rheinland-Pfalz1
Brandenburg2Schleswig Holstein1
Hamburg1Sachsen6
Hessen5Sachsen-Anhalt6
Mecklenburg-Vorpommern4Thüringen2

Transnationale Partnerschaften
Österreich17Finnland2
Vereinigtes Königreich14Malta2
Italien11Belgien1
Spanien11Bosnien1
Frankreich8Lettland1
Polen8Litauen1
Dänemark5Rumänien1
Estland4Slowenien1
Schweden4Tschechien1
Niederlande3Ungarn1

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