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17.03.2010
Erfahrungsbericht:
Die ersten jugendlichen "Labyrintus" - Teilnehmer/innen haben mit dem Praktikum auf Kreta begonnen
Am 5. Februar 2010 sind 14 Jugendliche aus dem IdA-Projekt "Labyrintus" mit ihrer deutschen Betreuerin von Berlin-Schönefeld nach Kreta gereist. Dort werden sie zusammen mit ihrer Betreuerin für drei Monate leben und in Praktikumsbetrieben Erfahrungen sammeln, die zurück in Deutschland den Einstieg ins Berufsleben erleichtern sollen. Am nächsten Tag fand bereits ein erstes Treffen mit Vertreter/innen der IHK Heraklion statt. Die Temperaturen dort betragen angenehme 14 Grad.
Die ersten Tage in der Fremde:
Nun war es endlich soweit. Freitag, den 05.02.2010 verließen wir das kalte Deutschland mit einer Stunde Verspätung vom Flughafen Berlin-Schönefeld.
Nach einem knapp dreistündigen Flug erreichten wir um 16:00 Uhr die griechische Landeshauptstadt Athen. Dort erwartete uns ein Shuttlebus, der uns zum Fährhafen nach Piräus fuhr. Auf der Fahrt konnten wir erste Eindrücke des griechischen Verkehrs erhaschen. Es war ein einziges Chaos, aber interessant mit anzusehen. In Piräus angekommen, hatten wir die Gelegenheit die Stadt zu erkunden, weil die Fähre erst um 20:45 Uhr ablegte.
Auf der zehnstündigen Überfahrt nach Kreta hatten wir dann ausreichend Zeit, das griechische Essen zu probieren und in den uns zur Verfügung gestellten Kabinen etwas zu entspannen.
Am nächsten Morgen um 07:00 Uhr empfing uns Michalis Drakomathioulakis, unser griechischer Kooperationspartner, freudestrahlend und noch etwas müde am Hafen von Heraklion. Mit dem Bus ging es nun in unsere Apartments nach Amoudara, einer beliebten Touristengegend mit schönem Sandstrand. Geschafft von der langen Reise packten wir schnell unsere Koffer aus und fielen in einen tiefen Schlaf.
Energiegeladen ging es um 14:00 Uhr mit dem Linienbus ins Stadtzentrum zum Karneval. In Heraklion angekommen, konnte jeder die Stadt auskundschaften und die griechische Mentalität aufnehmen.
Am Sonntag trafen wir uns mit unserem Betreuer Michalis Drakomathiolakis zur Absprache der verschiedenen Praktikumsplätze. An den darauffolgenden Tagen begannen die ersten Vorstellungsgespräche. Einige von uns durften gleich am Montag arbeiten, die anderen begannen am nächsten Tag mit ihrem Praktikum. Die Unternehmen, in denen wir arbeiten, sind sehr vielfältig. Angefangen vom Paketversand (DPD) über Kindergarten, Tischler, Reinigungsservice, Physiotherapie bis hin zum Tierarzt oder dem Einzelhandel.
Inzwischen haben sich alle schon etwas eingelebt. Die Verständigung klappt gut trotz kleiner Sprachbarrieren. Die Ansprechpartner/innen der Praktikumsbetriebe sind außerordentlich hilfsbereit und freundlich. Bis jetzt gab es noch keinen nennenswerten Zwischenfall - außer: Ein Jugendlicher wurde von einem Hund gebissen und musste mit der Betreuerin ins Krankenhaus, um sich eine Tollwutspritze geben zu lassen. Man kommt freilaufenden, herrenlosen Hunden (wie auch in Deutschland) eben besser nicht zu nahe!
Die Lebenshaltungskosten sind extrem hoch. Selbst bei Lidl ist das meiste drei- bis viermal so teuer wie in Deutschland. Also heißt es gut haushalten.
Halbzeit auf Kreta:
Einige Wochen sind nun schon vergangen und so langsam hat sich jeder in seinen Arbeitsrhythmus eingelebt. Auch wenn es jeden Tag neue Dinge zu entdecken gibt, haben wir uns nun unseren Alltag gut organisiert. In den Praktikumsbetrieben gibt es keine Probleme und wir als neue Mitarbeiter werden vollständig in die Teams integriert. Viele von uns wurden bereits von unseren Arbeitgebern zum Essen oder zum bevorstehenden Osterfest eingeladen.
Unsere Arbeitszeiten sind sehr unterschiedlich in den einzelnen Betrieben. Einige von uns müssen von 08:00 bis 16:00 Uhr arbeiten. Andere legen mittags eine lange Pause ein und dürfen abends von 17:00 bis 21:00 Uhr noch einmal schuften.
Glücklicherweise konnten nun auch die Teilnehmer, die gern im Hotel ihr Praktikum absolvieren wollten, dort untergebracht werden. Die ersten vier Wochen arbeiteten sie in anderen Unternehmen. Jenny z. B. arbeitete in einer Hundestation in den Bergen. Sie war zuständig für die Pflege und Betreuung der Hunde. Christian konnte Einblicke in die Büroarbeit bei Interattica gewinnen und Uwe half bei den Vorbereitungsarbeiten im Kosta Mare Palace. Da dieses Hotel jedoch erst am 16.04.2010 für die Gäste öffnet, wechselte auch er noch einmal den Praktikumsplatz.
Nähere Informationen über das Projekt "Labyrinth" und die Arbeit des Projektträgers "Gesellschaft für berufliche Bildung mbH" erhalten Sie hier .
