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21.05.2010

Erfahrungsbericht: Jugendliche praktizieren in Salzburg

September 2009: Die Vorbereitung mit den Teilnehmern

Am 1. September 2009 starteten wir mit zwölf Teilnehmer/innen in den ersten Durchgang im IdA-Projekt des Fortbildungswerks Sachsen gGmbH. Die Jugendlichen kamen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und befanden sich allesamt in der gleichen Situation: Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung konnte niemand einen Job in der Region finden. So lebte man mehr schlecht als recht von ALG II. Hier galt es Abhilfe zu schaffen, die beruflichen und sozialen Kompetenzen zu erweitern und somit die Eingliederung in Arbeit zu vereinfachen. Hauptaugenmerk lag auf der Steigerung der Mobilitätsbereitschaft. Warum nicht im Ausland arbeiten? Ängste und mangelndes Selbstbewusstsein spielen hierbei eine Rolle. Diese galt es zu vertreiben ...

Bevor es hieß "Auf geht¿s, ab geht¿s nach Salzburg" stand der erste Monat unter dem Thema "Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt". Hierbei wurden Stärken und Schwächen analysiert, individuelle Steckbriefe und Bewerbungsunterlagen erstellt, Infos zu Salzburg gesammelt, individuelle Gespräche geführt und sämtliche organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitungen getroffen. Für drei Wochen ging es unter anderem zur Berufsfelderprobung, um bereits vorhandene berufspraktische Kenntnisse aufzufrischen und auszutesten.

05. Oktober 2010: Der Start nach Salzburg

Aus unterschiedlichen Gründen fuhren wir letztendlich mit neun Teilnehmer/innen nach Salzburg. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des transnationalen Partners "Verein Einstieg" wurde die erste Woche gestaltet. Hier erfolgte zunächst eine intensive Vermittlung der Landeskunde gemeinsam mit Jugendlichen des Lehrabschlusskurses des Partnerunternehmens. Nebenbei liefen Vorstellungsgespräche in den Praktikumsstätten.

Foto: Mitarbeiter des transnationalen Partners Verein Einstieg Mitarbeiter des transnationalen Partners Verein Einstieg

In der zweiten Aufenthaltswoche starteten die Teilnehmer/innen mit der Arbeit in den Unternehmen, welche alle vom Verein Einstieg akquiriert wurden. Die Praktikumsbetriebe reichten von Sterne-Restaurants und Großküchen über Kindereinrichtungen bis hin zur Requisite des Salzburger Landestheaters. Um es vorneweg zu sagen: Alle Teilnehmenden waren zufrieden und begeistert von ihren Praktikumsbetrieben, den Kolleg/innen und dem Zusammenleben in der Stadt. Alle waren erstaunt, mit welcher Freundlichkeit und Gastfreundschaft wir aufgenommen wurden.

Foto: 3 Personen in einer Großküche Großküche der Salzburger Universitätsklinik

Um Land und Leute näher kennenzulernen, stand das Wochenende unter dem Aspekt der Freizeitgestaltung. Hierzu wurden unter anderem Wanderungen, Kino- und Theaterbesuche und Exkursionen (Salzwelten Hallein, Filmstudios München, Eisriesenwelt Werfen) durchgeführt. Dies gab Erholung, Abwechslung und Motivation für die neue Arbeitswoche.

Die Gruppe lebte zusammen in einem Lehrlingswohnheim an der österreichischen Grenze, musste sich am Wochenende selbst versorgen und organisieren. Nach kleinen anfänglichen Startschwierigkeiten und klaren Aufgabenverteilungen vergingen die Wochenenden letztendlich viel zu rasant. Gemeinsam mit den Teilnehmer/innen wurde eine projektspezifische Homepage www.ida.fortbildungswerk.de erstellt, in welcher die Öffentlichkeit und der Freundes- und Bekanntenkreis stets auf dem Laufenden gehalten wurde.

27. November 2009: Die Rückkehr und Nachbereitung

Die Zeit in Salzburg verging wahnsinnig schnell und nach acht Wochen hieß es wieder "Good Bye Salzburg". Mit Erfolgserlebnissen, neu gemachten Erfahrungen und gestärktem Selbstbewusstsein ging es für die Jugendlichen in die Nachbereitungsphase, in welcher die gewonnenen Eindrücke und erworbenen Kompetenzen in der gemeinsamen und individuellen Nachbetreuung aufgearbeitet werden konnten. Leider musste nach der Rückkehr ein Teilnehmer aus disziplinarischen Gründen ausgeschlossen werden. Dieser konnte somit das Projekt nicht erfolgreich abschließen.

Foto: Junger Mann bei der Arbeit im Salzburger Landestheater Einer der Teilnehmer im Salzburger Landestheater

Fazit

Alles in allem ein gelungener Start des IdA-Projekts, welcher noch lange in Erinnerung bleiben wird und Neugier sowie Freude auf den nächsten Durchgang wecken lässt. Alle Teilnehmenden sind mit neuen Perspektiven und vor allem dem Glauben an die eigenen Fähig- und Fertigkeiten verabschiedet worden. Neue berufliche Ziele wurden gesteckt und werden momentan verwirklicht. Sei es

  • in der Absolvierung einer höherwertigen Ausbildung bzw. eines dafür benötigten höheren Schulabschlusses ab Sommer 2010 (4 Teilnehmer),
  • in der Jobsuche und Eingliederung auf dem nationalen und transnationalen Arbeitsmarkt (3 Teilnehmer),
  • und der beruflichen Neuorientierung (1 Teilnehmer).

Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter: www.ida.fortbildungswerk.de.


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