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11.01.2012

1.000 Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage

Logo "Schule ohne Rassismus mit Courage" Am 14. Januar begrüßen wir mit dem Domgymnasium Naumburg in Sachsen-Anhalt die 1000. Schule im bundesweiten Netzwerk von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Rund 750.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und PädagogInnen besuchen damit eine Schule, die sich dazu verpflichtet hat, aktiv gegen Rassismus, jede Form von Diskriminierung und Mobbing vorzugehen.

Das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wurde 1995 von "Aktion Courage e.V." als Reaktion auf die rassistischen Morde in Mölln, Solingen und andernorts gegründet. Es sollte SchülerInnen die Möglichkeit und die Unterstützung bieten, sich in ihrem Lebensumfeld aktiv gegen Fremdenhass, Rechtsextremismus und Rassismus einzusetzen.

Sanem Kleff, Leiterin der Bundeskoordination und Vorstandsvorsitzende des Trägervereins "Aktion Courage e.V.": Die Mordserie der rechtsterroristischen Zelle aus Zwickau zeigt: an der Notwendigkeit unseres Projektes hat sich leider bis heute wenig geändert hat. Gegen Terrorismus hilft nur polizeiliche Gewalt. Allerdings kann Schule im Bereich der Aufklärung und Prävention sehr viel leisten. 1.000 Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage zeigen, wie eine hohe Sensibilisierung und ein großes Engagement gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit, insbesondere den Rassismus, nachhaltig verankert werden können. Diese Arbeit geschieht auch im Gedenken an die mehr als 150 Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt seit 1990."

Bis heute fanden an den 1.000 Schulen unter dem Dach von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" weit mehr als 10.000 Projekttage und Aktionen statt. An Ihnen haben Millionen von Kindern und Jugendlichen teilgenommen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Festigung einer demokratischen Alltagskultur unter Heranwachsenden.
Von 1995 bis 2008 hat der Trägerverein "Aktion Courage e.V." die Geschäftsstelle von SOR-SMC ehrenamtlich betrieben. Seit 2009 wird sie aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung finanziert. Zur Bedeutung von SOR-SMC für die Bundesrepublik meint Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung: "Das Netzwerk von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist ein unschätzbarer Teil gewaltpräventiver Arbeit in Deutschland. Die rund 1.000 beteiligten Schulen halten die Augen offen und setzen sich sach- und fachkundig gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zur Wehr. Sie vermitteln, wie wichtig Toleranz und Demokratie für eine lebendige und pluralistische Gesellschaft sind."

Das Projektanliegen von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Kindern und Jugendlichen bereits in der Schule die Möglichkeit zu bieten, bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln, wird inzwischen von allen demokratischen Parteien, von allen bedeutenden Glaubensgemeinschaften und von vielen Prominenten aus Sport, Kultur und Politik unterstützt.

So erklärte Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) angesichts der rechtsterroristischen Morde: "Die Präventionsarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus muss nachhaltig angelegt sein. Ich halte es für notwendig, dass in jeder Schule die Bekämpfung von Rassismus auf der Tagesordnung steht. Neonazis darf keine Möglichkeit gegeben werden, Kinder und Jugendliche mit ihrem rassistischen Gedankengut zu beeinflussen. Vorbildcharakter hat das Projekt "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage"."
Und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) bedankte sich in seiner Neujahrsansprache besonders für das Engagement der Kinder und Jugendlichen, die zum Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" gehören: "Dieser Einsatz ist angesichts eines terroristischen, nationalsozialistischen Untergrunds von besonderer Bedeutung."
Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen, begleitet das Projekt seit seiner Gründung. Am 25. August 1995 stellte der damalige Vorsitzende von "Aktion Courage e.V." gemeinsam mit Ignatz Bubis, Vorsitzender des Zentralrats der Juden, das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vor. Ignatz Bubis sagte bei diesem Anlass: "Die Jugend in Deutschland ist gegenüber Fremden viel vorurteilsfreier als die ältere Generation. Es gibt zwar Fremdenfeindlichkeit mit rassistischen Zügen, erfreulicherweise herrscht bei vielen jungen Menschen jedoch eine deutlich andere Stimmung." Diese Einschätzung gilt bis heute.

Auch Institutionen wie die Kultusministerkonferenz zählen zu unseren Unterstützern: "Die Initiative "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (SOR-SMC) hat sich in den zurückliegenden 16 Jahren zu einer wichtigen Institution der schulischen Menschenrechts- und Demokratieerziehung in Deutschland entwickelt. Die Kultusministerkonferenz unterstützt das Anliegen von SOR-SMC, was sie im Jahre 2009 mit ihrem Beschluss zur "Stärkung der Demokratieerziehung" unterstrichen hat."

Seit 2001 unterstützte vor allem der Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie der Landesverband Berlin die Arbeit der Bundeskoordination. Darüber hinaus wurden einzelne Maßnahmen der Bundeskoordination u.a. vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des XENOS-Programms Integration und Vielfalt, der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und der Bundeszentrale für politische Bildung finanziert.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Leiterin von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Sanem Kleff und der Geschäftsführer der Bundeskoordination, Eberhard Seidel unter der Telefon-Nummer 030 21 45 86 0 zur Verfügung.

Kontakt:

Bundeskoordination SOR-SMC
Ahornstraße 5
10787 Berlin
Tel.: 0 30 - 21 45 86 - 0
Fax: 0 30 - 21 45 86 - 20
E-Mail: schule@aktioncourage.org
Internet: www.schule-ohne-rassismus.org


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