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06.11.2008

Lehrjahre sind auch Wanderjahre:

BMAS fördert grenzüberschreitende Mobilität von Auszubildenden und Berufsanfängern

Zur Förderung von Beratungsleistungen für Auszubildende und junge Beschäftigte hinsichtlich Auslandspraktika und grenzüberschreitenden Berufsstationen erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) Beratung und Hilfestellung für Auszubildende und junge Berufstätige hinsichtlich der Absolvierung von Auslandspraktika und anderen Möglichkeiten, grenzüberschreitend berufliche Erfahrungen zu sammeln. Lehrjahre sollen wieder mehr zu Wanderjahren werden.

Das Programm hat einen Umfang von 16 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wird bei rund 40 Kammern in einem Zeitraum von zunächst vier Jahren eine professionelle Mobilitätsberatung aufgebaut. Damit stehen künftig feste Ansprechpartner zur Verfügung, die insbesondere kleine und mittelgroßer Unternehmen (KMU) in allen Fragen des grenzüberschreitenden Austausches beraten und unterstützen können. Die Förderung bezieht sich auf zusätzlichen Personal- und Sachaufwand bei den Kammern. Die materielle Unterstützung von Auslandsaufenthalten selbst erfolgt weiterhin durch entsprechende Programme wie z.B. "Leonardo da Vinci".

Zum Hintergrund:

Das Sammeln grenzüberschreitender Erfahrungen ist bei Auszubildenden und jungen Berufstätigen heute eher die Ausnahme als die Regel. Gegenwärtig machen nur zwei Prozent aller Auszubildenden beschäftigungsrelevante Erfahrungen im Ausland. Dieser Anteil soll deutlich erhöht werden - im Interesse der zukünftigen Fachkräfte ebenso wie im Interesse insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen. Denn die bedienen heute internationale Märkte, kooperieren mit weltweit tätigen Unternehmen und nutzen globale Beschaffungsmärkte. Das stellt neue Anforderungen an Fremdsprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen, auslandsbezogenes Fachwissen und an die berufliche Mobilität von Beschäftigten. Es ist an der Zeit, die Wanderjahre, die im Handwerk zwar Tradition haben, aber fast in Vergessenheit geraten sind, neu zu erfinden.

Verfahren und Ablauf:

Antragsberechtigt sind Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und die Kammern der freien Berufe. Die Programmsteuerung liegt in der Verantwortung einer Gruppe mit Vertretern des BMAS, des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sowie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die entsprechende "Richtlinie zur betriebsnahen Mobilitätsberatung von Auszubildenden und jungen Beschäftigten" mit allen Einzelheiten zu Antragsstellung und Fördervoraussetzungen wurde am 04.11.2008 veröffentlicht. Mindestens 20 Prozent der jeweiligen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben sind vom Antragstellenden selbst als Eigenmittel aufzubringen.

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