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IdA Transnationale Vernetzung

Mit dem IdA-Programm werden in Deutschland zwei Antworten gegeben. Neben der Förderung von Austausch- und Mobilitätsprojekten geht es in einem zweiten Schwerpunkt darum, den transnationalen Erfahrungsaustausch zwischen den mit der Umsetzung des ESF befassten nationalen Stellen zu stärken. Ziel ist es, einen intensiven Austausch von Erfahrungen und Fachwissen zwischen staatlichen Stellen, Sozialpartnern, Organisationen der Zivilgesellschaft und anderen Initiativen und Netzwerken zu ermöglichen. Dies betrifft insbesondere die verstärkte Zusammenarbeit mit den (neuen) Mitgliedstaaten.

Transnationale Lernnetzwerke

Die Umsetzung des zweiten Schwerpunktes (2. IdA-Säule) zielt insbesondere auf den Aufbau von und die Beteiligung an so genannten "Transnationalen Lernnetzwerken" ab. Mit dem Aufbau dieser thematischer Kooperationsbeziehungen zu anderen EU-Mitgliedstaaten werden sowohl der Austausch von Ergebnissen, Erkenntnissen und Informationen als auch der Transfer von "guten Beispielen" auf nationaler Ebene und auf der EU-Ebene unterstützt. Hierdurch kommt es auch zu einer thematischen Verknüpfung der zahlreichen ESF-Programme, die in den einzelnen  EU-Mitgliedstaaten umgesetzt werden.

Ein Transnationales Lernnetzwerk benötigt zur Gründung fünf Partner, ESF-Verwaltungs- oder Umsetzungsstellen aus den EU-Mitgliedstaaten bzw. den Regionen, wobei ein Land als so genannter "Lead Partner" die Federführung übernimmt. Der federführende Mitgliedstaat stellt jeweils bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Finanzierung der Netzwerkaktivitäten (Restricted Call for Proposals).

Die Lernnetzwerke sind grundsätzlich für alle Mitgliedstaaten offen und beinhalten z.B. Studienbesuche, Peer Reviews, Workshops, Politikforen oder gemeinsame Projektaufrufe. Hier ist eine Beteiligung von ExpertInnen, Multiplikatoren und Arbeitsmarktakteuren vorgesehen. Eine Bewerbung von potenziellen Projektträgern ist nicht möglich.

Thema des LernnetzwerksLead PartnerPartner
GründungsunterstützungDeutschland (Bund)Belgien, Spanien, Litauen, Tschechien
Asyl / Opfer von MenschenhandelDeutschland (Bund)Belgien, Griechenland, Schweden, Spanien, Italien
Berufliche Integration von Migrantinnen und MigrantenDeutschland (Land Berlin)Großbritannien, Belgien, Spanien, Estland, Schweden, Griechenland
Gender MainstreamingSchwedenBelgien, Italien, Spanien, Litauen, Estland, Polen, Frankreich, Portugal, Deutschland
Strafgefangene / StrafentlasseneDeutschland (Land Bremen)Spanien, Italien, Griechenland, Großbritannien, Slowenien, Portugal, Rumänien
AltersmanagementNiederlandeBelgien, Estland, Italien, Spanien, Frankreich, Ungarn, Polen, Tschechische Republik, Deutschland-
Transnationale ZusammenarbeitTschechische RepublikSchweden, Spanien, Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Polen, Deutschland
Förderung der Beschäftigung von JugendlichenZypernGriechenland, Schweden, Litauen, Spanien, Deutschland


Transnationale Vernetzung Ostseeregion (Baltic Sea)

Baltic Sea Konferenz 2009

Die ESF Baltic Sea Konferenz 2009 "Working Together - Learning Together" ist hervorgegangen aus einem Zusammenschluss der ESF-Verwaltungs- und Umsetzungsstellen aus dem Ostseeraum. Beteiligt an diesem Zusammenschluss sind Polen, Schweden, Finnland, Litauen, Lettland, Estland und Deutschland. Seit November 2008 fanden drei Arbeitstreffen statt, in denen ein reger themenorientierter Austausch stattgefunden hat, der in die Baltic Sea Konferenz gemündet ist. Im Rahmen der Baltic Sea Konferenz ist mit ca. 60 TeilnehmerInnen aus den beteiligten Mitgliedstaaten ein Austausch anhand folgender Themen in Workshops geführt worden:

  • Sozialer Dialog in der Zeit der Finanzkrise
  • Mehr Gleichheit durch Gender Mainstreaming
  • Förderung der transnationalen Mobilität von Menschen mit  Behinderungen

TeilnehmerInnen waren VertreterInnen der beteiligten Ministerien (Arbeits- und Sozialbereich), Sozialpartner, Bildungsträger, Fachleute. 


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