2. Aufruf in der Richtlinie "ESF-Qualifizierungen im Kontext Anerkennungsgesetz"

Datum
20.07.2018

Am 1. Januar 2019 startet die 2. Förderrunde in der Förderrichtlinie "ESF-Qualifizierung im Kontext Anerkennungsgesetz" des Programms "Integration durch Qualifizierung" (IQ) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Antragsfrist für antragsberechtigte Träger endet am 28. August 2018; Interessenbekundungsverfahren für neue Träger enden vor diesem Datum.

Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs des ESF-Programms "ESF-Qualifizierung im Kontext Anerkennungsgesetz" in der 1. Förderrunde (2015-2018) ist nun eine abschließende Förderrunde vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2022 vorgesehen. Wie in der 1. Förderrunde geht es weiter darum, Personen mit Migrationshintergrund zu den erforderlichen Qualifizierungen zu verhelfen, die zur vollen Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen benötigt werden oder die eine bildungsadäquate Erwerbsmöglichkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermöglichen.

WAS IST NEU?
Die Fördergegenstände der Richtlinie "ESF-Qualifizierungen im Kontext Anerkennungsgesetz" werden weiter umgesetzt. Damit wird es erneut in allen Bundesländern eine flächendeckende Struktur von Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungen geben. In der neuen Runde geht es verstärkt um eine einheitliche Konzeption im Beratungsansatz, um die in der 1. Förderrunde entwickelte hohe Qualität zu erhalten und auszubauen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen der 1. Förderrunde wird der 2017/2018 in IQ gemeinsam mit Gewerkschaften entwickelte Beratungsansatz Faire Integration für Geflüchtete weitergeführt. Das Angebot soll bedarfsgerecht für Drittstaatsangehörige weiterentwickelt werden. Durch das Beratungsangebot Faire Integration werden die ESF geförderten Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungen als Erstanlaufstellen von Fragen zu Mindeststandards und Arbeitsbedingungen auf dem Arbeitsmarkt entlastet. Der Einbezug von Fairer Integration in das ESF Beratungsangebot in IQ erschließt auch zusätzliche Fachkräftepotenziale unter denjenigen Zuwanderern, die zugunsten eines schnellen Einstieges in den Arbeitsmarkt zunächst prekäre Beschäftigungen in Kauf genommen haben und nun bildungsadäquat arbeiten wollen.

Die in der 1. Förderrunde entwickelten Modelle für Qualifizierungen im Kontext der Anerkennungsgesetzgebung werden in die Fläche gebracht. Somit wird es weitere

  • Qualifizierungsmaßnahmen bei reglementierten Berufen,
  • Anpassungsqualifizierungen im Bereich des dualen Systems,
  • Brückenmaßnahmen für Akademikerinnen und Akademiker und
  • Vorbereitung auf die Externenprüfung bei negativem Ausgang/ Prognose des Anerkennungsverfahrens

geben.

Der Fokus erweitert sich von der modellhaften Erprobung hin zu Transfer und Implementierung der bereits entwickelten Modelle. Ziel ist es, in den Bundesländern eine hohe Bandbreite an Berufsfeldern abzudecken, die von Anerkennungssuchenden am häufigsten nachgefragt werden und die häufig auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland stark nachgefragt werden:
Ingenieurin und Ingenieur, Lehrkraft, Betriebswirtin und Betriebswirt, Wirtschaftswissenschaftlerin und Wirtschaftswissenschaftler, Ärztin und Arzt, Gesundheits- und Krankenpflegerin und Gesundheits- und Krankenpfleger, Kauffrau und Kaufmann Büromanagement, Zahnärztin und Zahnarzt, Rechtsanwältin und Rechtsanwalt, Apothekerin und Apotheker, Erzieherin und Erzieher sowie weitere Berufe.


INTERESSENBEKUNDUNGSVERFAHREN
Antragsberechtigte Träger finden die Förderhinweise hier.

Interessierte Träger, die sich für eine Teilnahme als Teilprojekt bewerben möchten, finden entsprechende Aufrufe, Fristen und Verfahren zur Interessenbekundung auf den Webseiten der Landesnetzwerke.

Die Antragsfrist für antragsberechtigte Träger endet am 28. August 2018 um 12 Uhr. Die Laufzeiten der Interessenbekundungsverfahren enden deutlich vorher. Informationen zum Interessenbekundungsverfahren für die Region finden Sie unter: www.netzwerk-iq.de.