Europa macht's möglich

Datum
17.08.2018

"Ich hätte mich früher nie getraut, zu studieren", erzählte Aynur (rechts) Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Wie das ESF-Projekt WaLZ ihr Leben positiv verändert hat, erfuhr der Staatsekretär gestern bei seinem Projektbesuch in Düren.

Aynur ging es wie nicht wenigen Jugendlichen. "Ich habe lange nach einem Ausbildungsplatz gesucht - erfolglos", berichtet sie. Mit dem ESF-Projekt "Welt als Lernen für meine Zukunft (WaLZ)" bricht sie aus ihrer von Misserfolg bei der Ausbildungssuche geprägten Lebenssituation aus. Für ein Auslandspraktikum geht sie mit rund zehn anderen Jugendlichen für zwei Monate nach Polen. Ein Land, in dem Aynur noch nie zuvor war. In unbekannter Umgebung, mit fremder Sprache und erstmals überhaupt an einem festen Arbeitsplatz entdeckt die junge Frau plötzlich, was eigentlich alles in ihr steckt. Wieder zurück in Deutschland traut Aynur sich doch an die Uni. Als Studienfach wählt sie Elektrotechnik. Eine ziemliche Männerdomäne.

Eine Gruppe Menschen
Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales besucht das ESF-Projekt WaLZ in Düren © BMAS

Bei seinem Besuch des ESF-Projekts WaLZ lernte Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg auch Karim, Domenic und Christina (v.l.n.r.) kennen. Auch sie sind mit dem ESF-Projekt für ein zweimonatiges Praktikum ins Ausland gegangen. "Ich bin schwer beeindruckt von den beruflichen Entwicklungen, die die Teilnehmenden ausgelöst durch Ihren Auslandsaufenthalt gemacht haben", würdigte der Staatsekretär die Erfahrungsberichte. "Ein Schlüssel scheint das aufgebaute Vertrauen zu den sie begleitenden Pädagogen zu sein." Durch ihre Praktika in Spanien und Polen haben alle vier einen großen Schritt Richtung Arbeitsleben gemacht. Ganz im Sinne von "Integration durch Austausch", dem Handlungsschwerpunkt des Programms ESF-Integrationsrichtlinie Bund, in dem das Projekt WaLZ gefördert wird.