Europa-2020-Bildungsindikatoren: Fortschritte in 2018

Datum
12.06.2019

Die EU hat das Ziel für den Anteil der 30 bis 34-Jährigen mit tertiärem Bildungsabschluss erreicht und ist nur noch 0,6 Prozentpunkte vom Ziel für den Anteil der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger entfernt. Deutschland hat die Zielwerte fast erreicht.

Eurostat, das statistische Amt der EU, hat die neuesten Daten, aus denen hervorgeht, welche Fortschritte die EU und ihre Mitgliedstaaten bei der Erreichung der beiden Europa 2020-Kernziele im Bereich Bildung gemacht haben, veröffentlicht.

Anteil der 30-bis 34-Jährigen mit tertiärem Bildungsabschluss (EU-Ziel: > 40%)
Ein Ziel der Strategie Europa 2020 sieht vor, dass bis 2020 mindestens 40% der 30- bis 34-Jährigen in der EU über einen tertiären Abschluss verfügen sollen. Mit einem Anteil von 40,7% hat die EU diesen Zielwert im Jahr 2018 bereits überschritten. Das nationale Ziel Deutschlands unterscheidet sich von dem anderer Mitgliedstaaten, weil es neben den ISCED-Niveaus 5 bis 8 auch eine nicht-tertiäre Ausbildung (ISCED-Stufe 4) umfasst.

Tertiärer Bildungsabschluss in der EU
Der nationale Zielwert für Deutschland schließt die post-sekundäre, nicht-tertiäre Bildung (Stufe 4 der Internationalen Standardklassifikation für das Bildungswesen 1997) ein.

Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger (EU-Ziel: < 10%)
Ziel der Strategie Europa 2020 ist es, bis 2020 den Anteil der frühzeitigen Schulabgänger in der EU auf unter 10% zu drücken. 2018 ist die Quote der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger (im Alter von 18 bis 24 Jahren) in der EU stetig zurückgegangen, von 17,0% im Jahr 2002 auf 10,6% im Jahr 2018. Junge Frauen (8,9%) beenden seltener frühzeitig die Schule oder die Ausbildung als junge Männer (12,2%). Deutschland hat sein Ziel für frühe Schul- und Ausbildungsabgänger fast erreicht.

Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger in der EU