Warum Sie den Gender-Stern nutzen sollten ...

Datum
01.10.2019

In Deutschland gibt es seit letztem Dezember drei offizielle Geschlechter: männlich, weiblich - und divers. Doch welche Folgen hat dies für den Sprachgebrauch?

Letzten Dezember fiel die Entscheidung des Deutschen Bundestags, dass im Personenstandsregister neben "weiblich" und "männlich" eine dritte Geschlechtsoption – "divers" – eingetragen werden kann. Dies hat eine große Debatte zur geschlechtergerechter Sprache in den Medien ausgelöst. Die Debatte ist auch an uns und unseren ESF-Projekten nicht spurlos vorüber gegangen und es war klar, dass eine Antwort auf die Frage "Welche Sprachform soll denn nun künftig genutzt werden?" gefunden werden musste.

Noch gibt es keine verbindliche Regelung für die Anwendung geschlechtergerechter Sprache. Der Gender-Stern (z. B. Arbeitnehmer*innen, ein*e Leser*in) scheint sich aber flächendeckend als einheitliche Variante für eine geschlechtergerechte Sprache durchzusetzen. Durch die zunehmende Verbreitung steigt die Lese-Erfahrung und damit die Verständlichkeit und Akzeptanz. Blinde Menschen können außerdem die Ansage von Sonderzeichen wie dem Gender-Stern durch die Software abschalten.

Für den ESF in Deutschland geben wir daher folgende Empfehlungen:

Zur Berücksichtigung des 3. Geschlechts ("Divers") und aus Gründen der Barrierefreiheit bevorzugen wir den Gender-Stern.
Der Stern symbolisiert, dass es sich bei einer Personengruppe nicht nur um die zwei Geschlechter männlich und weiblich handelt. Er schließt auch die Menschen ein, die sich keinem der beiden Geschlechter eindeutig zuordnen können oder wollen (z.B. trans-, intersexuell oder nicht-ident).

Auf die Varianten Binnen-I oder "/" sollte wegen Nichtberücksichtigung des geschlechtergerechten Aspekts verzichtet werden.
Diese Varianten berücksichtigen lediglich das männliche und weibliche Geschlecht.

Das ESF-Portal www.esf.de wird nun sukzessive entsprechend angepasst. Und auch der ESF-Newsletter wird künftig durchgängig im neuen "Sternchen-Look" erscheinen.