Höheres Risiko von Armut und Ausgrenzung von Migrant*innen

Datum
03.02.2021

Laut Eurostat wurden 2019 in der Europäischen Union 45% der Nicht-EU-Bürger*innen als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht eingestuft, verglichen mit 26% der Bürger*innen anderer EU-Mitgliedstaaten und 20% der nationalen Bürger*innen.

Diagramm: People at risk of poverty or social exclusion, by citizenship

Eine Person gilt nach EU-Definition als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wenn mindestens eine der folgenden drei Lebenssituationen zutrifft:

Diagramm 2: People at risk of poverty or social exclusion, by citizenship
Unter den EU-Mitgliedstaaten war 2019 das Risiko von Armut oder sozialer Ausgrenzung für Nicht-EU-Bürger*innen in Schweden und Griechenland am höchsten (beide 57%), gefolgt von Frankreich und Spanien (beide 54%). Bei Bürger*innen anderer EU-Mitgliedstaaten war die Quote in Spanien (44%), Griechenland (36%) und Schweden (32%) am höchsten.

Bei den Staatsbürger*innen wurde das höchste Risiko für Armut oder soziale Ausgrenzung in Griechenland (31%) beobachtet, gefolgt von Rumänien (28%), Bulgarien (27%) und Italien (26%). Tschechien meldete 2019 das geringste Risiko für Armut oder soziale Ausgrenzung, unabhängig von der Staatsbürgerschaft der Personen, die einem solchen Risiko ausgesetzt sind; mit 10% für Nicht-EU-Bürger*innen, 8% für Bürger*innen anderer EU-Mitgliedstaaten und 11% für nationale Bürger*innen.

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