EU-Projekttag an Schulen: Parlamentarische Staatssekretärin Katja Mast in Pforzheim
- Datum
- 29.04.2026
Unter dem Motto "Europa kommt in die Schule" gehen jedes Jahr deutschlandweit Politikerinnen und Politiker in Schulen und diskutieren mit jungen Menschen über die Europäische Union (EU).
Katja Mast, für den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) zuständige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, diskutierte am diesjährigen EU-Projekttag (27. April 2026) mit Schülerinnen und Schülern des Kepler-Gymnasiums in Pforzheim (Baden-Württemberg).
Welchen Bezug hat die EU zur Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern? Das war zentrales Thema der offenen Diskussion, die von den Schülerinnen und Schülern vorbereitet und selbst moderiert wurde. Daraus entwickelte sich ein anregendes Gespräch über ein weites Spektrum europapolitischer Themen: Wo können junge Menschen konkret in ihrem Alltag die EU erleben? Wie groß ist der Einfluss Deutschlands in der EU? Reichen die aktuellen EU-Klimaziele aus, um den Klimawandel wirkungsvoll zu bekämpfen bzw. zu verlangsamen?
"Europa ist den jungen Menschen sehr wichtig", resümiert Katja Mast, "weil sie von mir sehr genau wissen wollten, wie ihre Zukunft in Europa aussieht und was wir konkret dafür tun. Wir haben darüber gesprochen, dass Deutschland eine Schlüsselrolle in Europa spielt, beispielsweise wenn es darum geht, den sozialen Zusammenhalt zu organisieren oder unser aller Sicherheit zu gewährleisten. Europa ist weit mehr als eine Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft. Es ist ein Lebensraum, der Menschen über nationale Grenzen hinweg verbindet durch gemeinsame kulturelle, politische, wirtschaftliche und rechtliche Strukturen. Dafür setze ich mich ein. Die Impulse vom Schulbesuch nehme ich dafür gerne mit."
Angesprochen wurde auch das Empfinden vieler Menschen, die EU sei sehr bürokratisch und weit entfernt von ihren Bedürfnissen - zuletzt zum Beispiel mit Blick auf die Debatten im Europaparlament über die Bezeichnung von Fleisch-Ersatzprodukten. Hier müsse die EU ihr Image wieder aufwerten. Gerade junge Menschen sei es zwar selbstverständlich, dass sie innerhalb der EU studieren und arbeiten könnten - aber es gehe auch darum, innerhalb der EU etwas politisch für sie bewegen zu können.
Seit 2007 gibt es den EU-Projekttag. Er ging aus der damaligen deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervor und wurde zu einem Erfolgsprojekt. Seitdem besuchen Politikerinnen und Politiker bundesweit Schulen: von Kabinettsmitgliedern bis hin zu Landes- oder Europa-Parlamentariern.
Organisiert wird der EU-Projekttag gemeinsam von Bund und Ländern.