BVB verliert gegen Polizei

Datum
15.09.2020

Was keiner für möglich hielt, ist nun doch eingetreten: Der BVB verliert gegen die Polizeiwache in Scharnhorst - zumindest an der Wand! Hier die ganze Geschichte.

Grau ist in Dortmund so manche Stelle, so z.B. die Stadtbahn-Unterführung. Hier hätten sich die Jugendlichen der Schüler- und Jugendwerkstatt der Werkhof Projekt gGmbH gut ein Motiv zum Dortmunder Bundesligaverein BVB 09 vorstellen können. Doch die graue Außenfassade der Wache Scharnhorst hat es der Gruppe von jungen Künstlern und Künstlerinnen - fachlich begleitet von den Fachleuten des Werkhofs - besonders angetan und so flog die BVB-Idee aus dem Rennen.

Präsentationsmodel
Präsentation des Models © Werkhof

Am 24. Juni war es dann soweit: Fachmännisch wurden von den Mitarbeitenden der Werkhof Projekt gGmbH mehrere bemalte und lackierte Holzplatten angebracht, die in verschiedenen Sprachen deutlich sichtbar machen, dass sich hier die Polizei befindet. In der Mitte zeigt auf einer größeren Holzplatte ein in den Polizeifarben bemaltes Bild zwei Hände, die sich gemeinsam für das Quartier engagieren.

Präsentation der neuen Außenwand
So sieht sie jetzt aus, die ehemals graue Wand © Werkhof

Um die Erlaubnis zur Umsetzung innerhalb kürzester Zeit zu bekommen, haben insbesondere die Bezirksvertretung Scharnhorst, die Polizeiwache vor Ort und der Polizeipräsident alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Einwilligung des Vermieters (der Häusser Bau GmbH) zu bekommen.

Präsentation der neuen Außenwand
Gemeinsam mit Vertretern des Jugendamtes der Stadt Dortmund, des Projektes, der Lokalpolitik und des Wachleiters Detlef Luchtenveld ließ es sich Polizeipräsident Gregor Lange nicht nehmen, der Veranstaltung persönlich beizuwohnen und sich bei den kreativen Jugendlichen für ihre Arbeit und die damit verbundene Botschaft zu bedanken. © Polizei Dortmund

Der Werkhof hat es sich als sozialer Bildungsträger zur Aufgabe gemacht, Schüler*innen und Jugendlichen aus schwierigen Lebenssituationen mit intensiver Unterstützung eine Orientierung zu geben, ihre Bildungsprognose zu verbessern und ihnen so Perspektiven für eine spätere Berufswahl zu ermöglichen. Über unterschiedliche Projekte erhalten die Teilnehmer*innen des Programms die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten praktisch umzusetzen. Im Rahmen des Programmes "Integration junger Geflüchteter in Angebote der landesgeförderten Jugendsozialarbeit NRW" stehen Flüchtlingen fünf Plätze innerhalb dieser Einrichtung zur Verfügung.

Unterstützt vom ESF-Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms "JUGEND STÄRKEN im Quartier (JUSTiQ)" federführend vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) umgesetzt.

Mit dem Programm, das zu Beginn des Jahres 2019 bereits in die zweite Förderrunde gestartet ist, bündeln die beiden Ministerien erstmals Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) in einem gemeinsamen Programm. Der Bund beteiligt sich mit jährlich rund 24,8 Millionen Euro aus dem ESF und 1,1 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Dadurch wird die kommunale Jugendsozialarbeit vor Ort entscheidend gestärkt. Derzeit werden in 160 Kommunen Projekte umgesetzt.

"JUSTiQ" unterstützt junge Menschen bei der Integration in Schule, Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft. Ziel ist es, sie zu aktivieren sowie ihre Kompetenzen und ihre Persönlichkeit zu stärken. Das Programm konzentriert sich räumlich auf Fördergebiete des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" und weitere benachteiligte Gebiete, in denen die Situation für junge Menschen besonders schwierig ist.

Weitere Informationen zum Förderprogramm "JUSTiQ" finden Sie auf dem ESF-Webportal sowie auf der Programmwebsite.

Auszug aus dem ESF-Newsletter