KiZplus 5.0
Das Projekt KiZplus 5.0 wird in 6 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg gemeinsam durch die Träger der Phoenix Genossenschaft umgesetzt. Eltern sollen Unterstützung zur Aufnahme einer auskömmlichen Beschäftigung und zur Annahme von lokal und regional vorhandenen Hilfeangeboten, einschließlich Sozialleistungen erhalten. Das Angebot umfasst Orientierungs-, Verfahrensberatung, Antragsbegleitung, Perspektivberatung, sozialpädagogische Begleitung und Beschäftigungssicherung sowie Verweis-/Lotsenberatung an das Regel- und Hilfesystem. Die Vorgehensweise der Berater*innen ist ganzheitlich, wird als Einzelfallhilfe angeboten, und nimmt berufliche wie lebensweltliche Aspekte auf. Das Projekt "KiZplus 5.0 - Kinder im Zentrum" wendet sich an Familien, die Kinderzuschlag beziehen oder hierauf einen Anspruch haben. Die Maßnahmen richten sich sowohl an Eltern als auch an deren Kinder. Insbesondere sollen Familien in "verdeckter Armut" erreicht werden, die die Unterstützungsleistungen z.B. aufgrund der Antragskomplexität noch gar nicht in Anspruch nehmen. Der Zugang zur Zielgruppe wird durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe der regionalen und überregionalen Netzwerkpartnern umgesetzt. Das Vorhaben zielt zusätzlich darauf ab, dass digitale Beratungsformate erprobt werden. Dies beinhaltet u.a. die Begleitung der Teilnehmenden bei der digitalen Antragstellung von Sozialleistungen. Durch den Ausbau regionaler und überregionaler zielgruppenspezifischer Kooperationsstrukturen soll eine bessere Unterstützung der Familien erreicht werden u.a. durch die Erhöhung des Bekanntheitsgrads und der Inanspruchnahmequote familienbezogener Leistungen. Auf regionaler Ebene werden neue aufsuchende Informations- und Beratungsformate aufgebaut und durch Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit Kooperationsverbünde ausgebaut. Mit Hilfe der Kooperationspartner soll der Handlungsbedarf der Zielgruppe in die kommunale Arbeitsmarktstrategie integriert werden.
Auf überregionaler Ebene steuert die Phoenix Genossenschaft ein überregionales Austauschforum aller Beteiligten (Rechtsträger-Wissenschaft-Praxis). Durch eine flankierende wissenschaftliche Erhebung soll der Mehrwert des im Projektverlauf entwickelten rechtskreisübergreifenden Beratungsansatzes dokumentiert und herausgearbeitet werden.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms "Akti(F) Plus - Aktiv für Familien und ihre Kinder" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.