Bericht zur Konsultation des Bundes zum ESF Plus

Datum
06.10.2020

Im Zuge der Planungen für den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) in der Förderperiode 2021–2027 wendete sich die ESF-Verwaltungsbehörde des Bundes im Sommer 2019 mit einem Konsultationsverfahren an die Öffentlichkeit und ihre Partner*innen, um deren Einschätzungen zur zukünftigen ESF Plus-Förderung zu erfahren und berücksichtigen zu können. Im Konsultationsbericht werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Konsultation zusammengefasst.

Die Online-Konsultation wurde vom 13. Juni bis zum 12. Juli 2019 durchgeführt. Insgesamt 1.546 Personen äußerten sich zu Förderbedarfen, Zielgruppen mit Unterstützungsbedarf, Querschnittszielen/ -themen, etwaiger Fortführung aktueller Förderprogramme des Bundes, zum Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP), der Förderung sozialer Innovationen, der Zusammenarbeit zwischen den Partner*innen der ESF Plus-Förderung, Transnationalität und machten inhaltliche und technische Anregungen zur zukünftigen Umsetzung.

Die größten Förderbedarfe werden in den folgenden spezifischen Zielen gesehen:

  • "Förderung der sozialen Integration von Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgren-zung bedroht sind, einschließlich der am stärksten benachteiligten Personen und Kinder",
  • "Verbesserung des Zugangs zur Beschäftigung für alle Arbeitsuchenden, insbesondere junge Menschen und Langzeitarbeitslose, sowie Nichterwerbspersonen, Förderung selbst-ständiger Erwerbstätigkeit und der Sozialwirtschaft",
  • "Förderung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, einschließlich des verbesserten Zugangs zur Kinderbetreuung, einer gesunden und angemessenen Arbeitsumgebung unter Berücksichtigung gesundheitlicher Risiken, der Anpassung von Arbeitnehmern, Unternehmen und Unternehmern an den Wandel sowie des gesunden und aktiven Alterns",
  • "Förderung des gleichberechtigten Zugangs zu hochwertiger und inklusiver allgemeiner und beruflicher Bildung" und
  • "Förderung des lebenslangen Lernens, insbesondere von flexiblen Möglichkeiten für Weiterbildung und Umschulung für alle unter Berücksichtigung digitaler Kompetenzen, bes-sere Antizipation von Veränderungen und neuen Kompetenzanforderungen auf der Grundlage der Bedürfnisse des Arbeitsmarkts, Erleichterung beruflicher Übergänge und Förderung der beruflichen Mobilität".

Außerdem soll der ESF Plus nach Meinung der Befragten auch zusätzlich eher zum Politischen Ziel 2 "ein grüneres, CO2-armes Europa durch Förderung von sauberen Energien und einer fairen Energiewende" der EU-Kommission beitragen als zum Politischen Ziel 1 "eines intelligenteren Europas durch die Förderung eines innovativen und intelligenten wirtschaftlichen Wandels".

Weitere Ergebnisse finden Sie im Konsultationsbericht zum ESF Plus.