Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zur Umsetzung der neuen ALMA-Initiative

Datum
30.05.2022

Vom 19. - 20. Mai 2022 fand in Ljubljana, Slowenien, der Auftakt zum Start der neuen ALMA-Initiative ("Aim, Learn, Master, Achieve" - "Anvisieren, Lernen, Meistern, Ankommen") statt.

Die bereits in der Umsetzung transnationaler Mobilitätsprogramme für benachteiligte junge Menschen erfahrenen Mitglieder des transnationalen Lernnetzwerks TLN Mobility brachten ihr Wissen in die Veranstaltung ein und gaben Empfehlungen aus der Praxis. Neben dem Erfahrungsaustausch zielte das Treffen darauf ab, weitere Mitgliedsstaaten/Regionen für die ALMA-Initiative zu gewinnen. Eingeladen zu dem Treffen hatten die Europäische Kommission, das transnationale Lernnetzwerk "TLN-Mobility" und die Arbeitsverwaltung von Slowenien.  

Veranstaltung zur Umsetzung der neuen ALMA-Initiative
Nicolas Schmit, EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte © Jure Gasparic 2022
"Ziel der heutigen Veranstaltung ist es zusammenzukommen um gemeinsam junge Menschen zu unterstützen", sagte EU-Kommissar Nicolas Schmit in einer Video-Botschaft an die Konferenzteilnehmenden.

Viele junge Menschen in Europa, die ohnehin Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt hatten, wurden von der Pandemie stark getroffen. (...) Viele von Ihnen haben nun keine Arbeit oder Ausbildung. Genau dafür ist ALMA da.“

Dem schloss sich auch der Direktor der slowenischen Arbeitsverwaltung, Mitja Bobnar, an:

Wir benötigen alle jungen Menschen. Diejenigen, die bereits gut ausgebildet sind und Arbeitserfahrung haben, aber auch diejenigen, die benachteiligt sind."

Mit der im September 2021 von Kommissionspräsidentin von der Leyen vorgestellten ALMA-Initiative sollen gerade diese jungen Menschen
(NEET's: Not in Employment, Education or Training) die Möglichkeit erhalten, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln. Die EU greift damit den erfolgreichen Ansatz des deutschen  Austauschprogramms Integration durch Austausch (IdA) der ESF-Integrationsrichtlinie Bund und der Mobilitätsprogramme der anderen Mitglieder des TLN-Netzwerks auf. Diese Mobilitätsprogramme  bieten  benachteiligten Jugendlichen die Chance, mittels eines Aufenthalts im EU-Ausland  im heimischen Arbeitsmarkt beruflich Fuß zu fassen.

Markus Löbbert, zuständiger Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, hob die positiven Erfahrungen, die mit IdA gemacht wurden, hervor.

Das Programm bewirkt oft eine starke Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmenden und eröffnet ihnen neue Perspektiven. Es gibt ihnen die Freiheit, einen neuen Weg einzuschlagen. Die Abkürzung "ESF" steht in diesem Fall nicht nur für den Europäischen Sozialfonds, sondern auch für "Europe spreads freedom"."

Diese positiven Erfahrungen hob auch Mitja Bobnar hervor:

Die Erfahrung der Mobilität hat sie (die jungen Menschen) positiv verändert, sie haben Fähigkeiten und Arbeitserfahrungen gesammelt und ihre Angst verloren, im Ausland zu leben und zu arbeiten."

Die Konferenz in Ljubljana richtete sich gezielt an ESF-Verwaltungsbehörden anderer EU-Mitgliedstaaten und Regionen, die Interesse an einer Beteiligung an ALMA haben. Sie knüpfte an das am 12. Mai 2022 von der Europäischen Kommission gemeinsam mit Frankreich ausgerichtete politische Auftaktevent für ALMA im Rahmen des Europäischen Jahrs der Jugend an. In unterschiedlichen Workshops und Vorträgen beleuchteten Mitglieder des Netzwerks die verschiedenen Aspekte und Herausforderungen bei der Umsetzung der Austauschprogramme.

Daneben stellte die Europäische Kommission ihre weitere Planung für die Initiative vor. So sollen die  nationalen ESF Plus-ALMA-Programme der teilnehmenden Staaten und Regionen von einer zentralen ALMA-Koordinierungsstelle unterstützt werden. Diese wird voraussichtlich Ende 2022 starten. Zudem soll, ebenfalls bis Ende 2022, eine EU-weite ALMA-Ausschreibung erfolgen, über die zusätzliche Mittel der Europäischen Kommission für ALMA-Pilotprogramme bereitgestellt werden. Das transnationale Lernnetzwerk "TLN-Mobility" soll künftig von der ALMA-Koordinierungsstelle unterstützt werden.

Insgesamt nahmen über 50 Teilnehmende aus 14 EU-Mitgliedsstaaten an der Veranstaltung in Ljubljana teil. Weitere Interessierte konnten die Eröffnungsveranstaltung im Live-Stream verfolgen.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wird die ALMA-Initiative voranbringen",

so Fabienne Levy, die für ALMA zuständige Referatsleiterin in der EU-Kommission. Im Rahmen der Konferenz berichteten sowohl die slowakischen wie auch die griechischen Teilnehmenden bereits von konkreten Schritten zur Umsetzung eigener ALMA-Programme. Viele der anderen teilnehmenden Staaten und Regionen äußerten ebenfalls großes Interesse an der Initiative und erklärten, sich am TLN-Netzwerk beteiligen zu wollen. Von den bestehenden TLN-Mitgliedern werden Deutschland, Schweden, Slowenien, Tschechien, sowie die Regionen Trento (Italien) und Katalonien (Spanien) neue ESF Plus-Mobilitätsprogramme aufsetzen.