EhAP Plus - Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen
EhAP Plus unterstützt besonders benachteiligte Neuzugewanderte sowie wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen und ihre Kinder unter 18 Jahren. Ziel ist es, ihre Lebenssituation zu verbessern und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Dafür werden die Menschen vor Ort angesprochen, individuell beraten und bei Bedarf längerfristig begleitet. Sie erhalten Unterstützung dabei, passende Hilfsangebote zu finden und in Anspruch zu nehmen.
Zielgruppen
Das Programm richtet sich an:
- besonders benachteiligte neuzugewanderte EU-Bürger*innen sowie ihre Kinder unter 18 Jahren
- wohnungslose Menschen sowie ihre Kinder unter 18 Jahren
- Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, sowie ihre Kinder unter 18 Jahren
Aktivitäten
Gefördert werden Angebote, die:
- Menschen niedrigschwellig ansprechen und beraten
- den Zugang zu bestehenden sozialen Hilfsangeboten erleichtern
- Menschen bei Bedarf längerfristig begleiten
- über arbeitsmarktbezogene Unterstützungsmöglichkeiten informieren
- die Zusammenarbeit mit bestehenden Hilfsangeboten vor Ort stärken
- Fachkräfte für die Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen sensibilisieren
So werden betroffene Menschen unterstützt
Beispiele für geförderte Maßnahmen sind:
- persönliche und aufsuchende Beratung
- Begleitung zu passenden Hilfsangeboten und Beratungsstellen
- längerfristige individuelle Unterstützung (in der Regel bis zu zwölf Monate und in begründeten Fällen darüber hinaus)
- niedrigschwellige Information zu arbeitsmarktbezogenen Angeboten
- Information und Verweisberatung über soziale Medien
- Schulungen für Mitarbeitende öffentlicher Verwaltungen, sozialer Einrichtungen und anderer Hilfsangebote zu den Lebenslagen der Zielgruppen sowie zu Antiziganismus und Antidiskriminierung
Die Maßnahmen ergänzen bestehende Hilfsangebote vor Ort und stärken deren Wirkung.
Menschen, die sich für eine geförderte Maßnahme interessieren, müssen sich direkt an ein EhAP-Plus Projekt wenden.
Aktuelle Projekte und Standorte
Die EhAP Plus-Projekte möchten insbesondere Menschen erreichen, für die der Zugang zum regulären Hilfesystem schwierig ist. Sie unterstützen dabei, passende Angebote zu finden und tatsächlich in Anspruch zu nehmen. Wo genau die EhAP Plus-Projekte aktiv sind, zeigt die Projektliste.
Zusätzlich zu den Vor-Ort-Projekten spricht ein bundesweites Online-Modellprojekt "Social Media Streetwork: Ansprache und Verweisberatung in sozialen Medien" Menschen über soziale Medien an. Es bietet erste Informationen an und verweist auf passende Beratungs- und Hilfsangebote. Das Angebot richtet sich auch an Menschen, die durch die Hilfsangebote vor Ort bislang nicht erreicht werden konnten. Gleichzeitig soll das Projekt Falschinformationen in sozialen Medien entgegenwirken und die regionalen EhAP Plus-Projekte unterstützen.