JUVENTUS: Mobilität stärken - für ein soziales Europa

Förderung transnationaler Mobilitätsmaßnahmen für benachteiligte junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Ein 3. Förderaufruf für das ESF Plus-Programm JUVENTUS erfolgt vom
1. Juli (15 Uhr) bis 30. September 2024 (16:59 Uhr). Dazu findet am 15. Juli 2024 um 10 Uhr eine Informationsveranstaltung statt.

JUVENTUS richtet sich an benachteiligte junge Menschen von 18 bis 30 Jahren, deren Zugang zu Arbeit oder Ausbildung aus mehreren individuellen und/oder strukturellen Gründen besonders erschwert ist (z.B. Schulabbrecher*innen, Ausbildungsabbrecher*innen, Langzeitarbeitslose, etc.). Durch mehrmonatige betriebliche Praktika im europäischen Ausland können arbeitslose/arbeitssuchende Jugendliche und junge Erwachsene (Lern-)Erfahrungen in anderen Ländern sammeln und hierdurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Das Programm fördert die Beschäftigungsfähigkeit und die Entwicklung beruflicher Perspektiven der Teilnehmenden, mit dem Ziel der nachhaltigen Integration in den inländischen Arbeitsmarkt.

JUVENTUS leistet damit einen Beitrag zur sozialen Inklusion, Bekämpfung der Armut und zur Jugendbeschäftigung im Rahmen des ESF Plus-Bundesprogramms. Darüber hinaus ermöglicht der Zugang zu Auslandserfahrung es den Teilnehmenden die Vorteile eines sozialen Europas lebenswelt- und erfahrungsorientiert zu erleben. Die Erfahrungen im Ausland und während des Praktikums sowie die Vor- und Nachbereitung durch den Projektträger ebnen den Weg, dass die Teilnehmer*innen im Anschluss einen Ausbildungsplatz oder eine Beschäftigung finden und darüber ihren Platz in der Gesellschaft.

JUVENTUS ist im ESF Bundesprogramm wesentlich für die Umsetzung transnationaler Aktivitäten. Damit soll der Ansatz des erfolgreichen bisherigen ESF-Programms "Integration durch Austausch" (IdA) der ESF-Förderperioden 2007-2013 und 2014-2020 aufgenommen und weiterentwickelt werden. Dies geschieht in Kooperation mit anderen Mitgliedstaaten und Partnerländern, insbesondere den Partnern des ehem. transnationalen Lernnetzwerks "Transnationale Mobilitätsmaßnahmen für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene" (TLN Mobility - jetzt ALMA Network) sowie der Programme, die unter der neuen Initiative ALMA ("Aim, Learn, Master, Achieve - Anvisieren, Lernen, Meistern, Ankommen") der Europäischen Kommission künftig aufgelegt werden. JUVENTUS unterstützt damit gleichzeitig die ALMA-Initiative, um zu dem langfristigen Ziel der Verstetigung dieser Initiative beizutragen. Dabei soll als ein Schwerpunkt der gegenseitige Austausch - durch verstärkte Aufnahme von Jugendlichen aus dem europäischen Ausland in Deutschland - weiterentwickelt werden. Daher wird die Förderung neben Vernetzungsaktivitäten auf regionaler Ebene durch einen fachlichen Austausch und Transfer von Qualitätsstandards auf transnationaler Ebene flankiert.

Zentraler Bestandteil von JUVENTUS ist ein begleitetes mehrmonatiges Auslandspraktikum in einem anderen EU-Mitgliedstaat bzw. europäisches Partnerland, eingebunden in einen Projektzyklus mit intensiver Vor- und Nachbereitung inkl. Sprachkurs. Die Projekte sollen von Kooperationsverbünden umgesetzt werden, in denen Jobcenter bzw. Agenturen für Arbeit, Betriebe und Projektträger zusammen mit transnationalen Kooperationspartner eng zusammenarbeiten. Alternativ können sich Jobcenter auch selbst als Vorhabenträger bewerben. Das Programm kann dabei als zusätzliche Maßnahme im "Portfolio" der Jobcenter dienen, um Leistungsempfängern einen "Neustart" und neuen Motivationsgewinn durch das Ausbrechen aus gewohnten Strukturen zu ermöglichen. Hierbei ist eine Einbettung in das regionalspezifische Arbeitsmarktkonzept sowie in den individuellen Integrationsprozess der Teilnehmenden vorgesehen. Die aktive Zusammenarbeit im Kooperationsverbund ist entscheidend für den Zugang zur Zielgruppe. Gefördert werden arbeitslose Jugendliche in Abstimmung mit dem/-r zuständigen Jobcenter bzw. Arbeitsagentur, bei denen durch die Erbringung von Eingliederungsmaßnahmen nach dem SGB III oder SGB II in absehbarer Zeit keine bedeutenden Integrationsfortschritte zu erwarten sein dürfen. Bei der Umsetzung der Maßnahmen können, wenn vorhanden, auch die Jugendberufsagenturen und das EURES-Personal der Jobcenter und der Agenturen für Arbeit eingebunden werden.

Programmsteckbrief:

Zielgruppe
  • Jugendliche, Junge Erwachsene

Arbeitslose/ arbeitsuchende Jugendliche bis zu 30 Jahren, darunter Langzeitarbeitslose/ Jugendliche mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende, Ausbildungsabbrecher*innen, Geringqualifizierte, Menschen mit Behinderung

Standorte
Laufzeit

17.10.2022 - 31.12.2028

Verantwortlich
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Förderschwerpunkt

2: Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut

Antragstellung als Projekt möglich?
  • Ja

Der 3. Förderaufruf erfolgt vom 01.07.2024 (15 Uhr) bis 30.09.2024 (16:59 Uhr).

Antragsberechtigte für Projektförderung

Alle juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts, d.h. freie und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, Kommunen, Bildungsträger, Forschungseinrichtungen oder Verbände

Zusatzinformationen

Lo­go des Pro­gramms

Kontakt

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Referat EF 2
53107 Bonn

Sacha Piehl
Tel.: 0228 99 527-4080

Marcel Clive Huegel
Tel.: 030 18572-3559

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Bei administrativen Fragen und Fragen zu Förderbedingungen:

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Mo-Do: 8-16 Uhr, Fr: 8-14 Uhr

  • Tel.: 0355 355 486 921

Kurz-URL die­ser Web­sei­te

www.esfplus.de/ju­ve­n­tus

Auf­takt­ver­an­stal­tung am 19.06.2023

Web­si­te AL­MA Net­work